Der Band widmet sich dem frühneuzeitlichen Schreibkalender aus den europ?ischen Regionen des deutschen Sprachraums. Schreibkalender waren Massenmedien seit ihren Anf?ngen in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Eine visuelle Gestaltungseigenschaft machte den Schreibkalender besonders: der bewusst geschaffene Freiraum für Eintragungen. Die in diesem Band versammelten 16 Beitr?ge von Expert:innen aus der Schweiz, ?sterreich, Polen, Tschechien, Ungarn, Rum?nien, Frankreich und Deutschland verdeutlichen, dass der Schreibkalender in fast allen sozialen Schichten, von den Bauern bis zu den Herrschenden, für Notizen benutzt wurde. Mit der Publikation, die auf eine Tagung in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel im Jahr 2024 zurückgeht, wird die kulturhistorische Bedeutung von Schreibkalendern als materielle Grundlage für Akte des Aufschreibens im gesamten ehemals deutschsprachigen Kulturraum beleuchtet. Als Druckwerke mit Raum für handschriftliche Eintragungen positioniert dieser Band die massenhaft gedruckten Schreibkalender als wichtigen Aspekt einer Kommunikationsgeschichte der Epoche. Die Publikation geht aus einem zwischen 2021-2026 von der DFG gef?rderten Datenbankprojekt zu Schreibkalendern hervor. (Link: /de/forschung/einrichtungen/institute/iek/aktuelles/schreibkalender/ ).?Die dazugeh?rge Datenbank kann hier frei genutzt werden: https://schreibkalender.wisski.data.fau.de/?
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Der Tagungsband erscheint im Mai 2026 auf Papier und zeitnah (c. Juli 2026) im digitalen open access.?