Vortrag von Dr. Stefanie Becht (Bamberg)
? Antike Bronzestatuen sind nicht nur künstlerische, sondern auch technische Meisterwerke, zu deren Erschaffung eine Reihe komplexer Arbeitsschritte n?tig war. Im Vortrag soll es daher nicht in erster Linie um die ?sthetische Qualit?t der sogenannten ?Gro?bronzen“ gehen, sondern vielmehr um Fragen der Herstellungsweise. Wie sahen die typischen Arbeitsschritte aus? Was mussten antike Künstler beachten? Gab es Unterschiede in der Technologie griechischer und r?mischer Werkst?tten? Als Beispiele dienen hier zwei konkrete Grabungen: In der Werkstatt am Südabhang der Akropolis von Athen wurde mit der Athena Promachos des Phidias eines der bekanntesten Kunstwerke der Antike geschaffen. Weitaus bescheidener nehmen sich dagegen die r?merzeitlichen Befunde in der unteren porticus des Zeus-Heiligtums von Gerasa (heute Jerash, Jordanien) aus. In beiden F?llen ist von der Statue selbst nichts mehr erhalten, doch die Funde und Befunde – Gussmantelfragente, Schlacke, Reste von Bronze und Gussgruben – lassen Rückschlüsse auf die Arbeitsweisen der antiken Handwerker zu und erlauben es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen. ? Ausstellung zu Bronzegussexperimenten und der Athena Promachos: ? Termin:?Von Athena bis Zeus - Bronzeguss in der Antike"
am Dienstag, 19. Mai 2026
am 19.05.2026
um 14.00 - 15.30 Uhr
Der Vortrag findet in Raum D2129 statt.
Die Anmeldung erfolgt über Digicampus:?
Kolloquium Klassische Arch?ologie oder per E-Mail beim
Sekretariat der Klassischen Arch?ologie.