Behindertenbeauftragter Jürgen Dusel zu Gast an der Medizinischen Fakult?t Augsburg
Beim Besuch des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung am Lehrstuhl für die Medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung und Teilhabebeschr?nkungen standen inklusive Gesundheitsversorgung, Partizipation und die Ausbildung von Gesundheitsfachkr?ften im Mittelpunkt. Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, war zu Gast an der Medizinische Fakult?t der Universit?t Augsburg. Im Mittelpunkt des Besuchs stand ein Austausch mit dem Lehrstuhl für die Medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung und Teilhabebeschr?nkungen über aktuelle Herausforderungen und notwendige Weiterentwicklungen in der Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderungen. Ziel des Treffens war das gegenseitige Kennenlernen sowie der fachliche Austausch über Forschung, Lehre und gesundheitspolitische Perspektiven. Herr Dusel kam direkt von der ersten Lesung der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) im Deutschen Bundestag nach Augsburg. Im Gespr?ch würdigte Dusel die Arbeit des Lehrstuhls ausdrücklich und sagte seine Unterstützung für die weiteren Vorhaben zu. Besonders hob er hervor, dass Menschen mit Behinderungen ein Recht auf den gleichberechtigten Zugang zum Gesundheitswesen h?tten: ?Dieses Recht muss jedoch auch im Alltag tats?chlich spürbar werden. Dies ist bislang noch nicht ausreichend der Fall“, erkl?rte der Beauftragte. Ein zentrales Thema des Austauschs war die Notwendigkeit einer evidenzbasierten Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung. Dafür brauche es belastbare Daten zur tats?chlichen Versorgungssituation von Menschen mit Behinderungen. Die Gespr?chspartnerinnen und Gespr?chspartner diskutierten insbesondere Forschungsans?tze zu spezifischen Personengruppen, etwa zur Gesundheitsversorgung von Menschen mit komplexen Beeintr?chtigungen oder von Frauen mit Behinderungen. Darüber hinaus wurde der gro?e Handlungsbedarf in der Ausbildung von Gesundheitsfachkr?ften thematisiert. Fragen von Behinderungen, Barrierefreiheit und inklusiver Gesundheitsversorgung seien bislang sowohl im Medizinstudium als auch in anderen Gesundheitsberufen – etwa in der Psychotherapie – kaum verankert. Vor diesem Hintergrund stie? insbesondere die Entwicklung eines Disability-Curriculums an der Medizinischen Fakult?t Augsburg auf gro?es Interesse. ?Der Austausch mit Herrn Dusel war für uns eine gro?e Best?rkung. Besonders wichtig war für uns die gemeinsame ?berzeugung, dass inklusive Gesundheitsversorgung nur gelingen kann, wenn Forschung, Lehre und Partizipation konsequent zusammengedacht werden“, sagte Birgit Prodinger. Im Gespr?ch wurde die Bedeutung von Partizipation und Mitbestimmung von Menschen mit Behinderungen hervorgehoben. Diese müsse in allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen mitgedacht werden. In diesem Zusammenhang berichtete Jürgen Dusel von den ?Teilhabeempfehlungen“, die er und sein Team derzeit für und mit Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf entwickeln. Diese Empfehlungen sollen ressortübergreifende, konkrete Ma?nahmenvorschl?ge für diesen Personenkreis und ihre Bedarfe enthalten. Zum Abschluss vereinbarten die Beteiligten, den begonnenen Austausch fortzuführen und weiterhin eng miteinander im Gespr?ch zu bleiben. Der Lehrstuhl für Medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung und Teilhabebeschr?nkungen an der Universit?t Augsburg besch?ftigt sich mit Fragen einer barrierefreien, inklusiven und partizipativen Gesundheitsversorgung. In Forschung und Lehre stehen unter anderem die Versorgungssituation von Menschen mit Behinderungen, die St?rkung von Gesundheitsfachkr?ften sowie die aktive Mitbestimmung von Menschen mit Behinderungen im Mittelpunkt. Weitere Informationen unter
/de/fakultaet/med/profs/medizinische-versorgung-von-menschen-mit-behinderung-und-teilhabebeschraenkungen/
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