Dr. Giulia Mantovani
Fakult?t: Philologisch-Historische Fakult?t
Lehrstuhl: Romanische Sprachwissenschaft Franz?sisch/Italienisch
Art des Stipendiums: Langzeitstipendium für Promovendinnen
Laufzeit: 01.01.2025 - 30.06.2025
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Kurzvita
Dr. Giulia Mantovani ist seit September 2025 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Romanistische Sprachwissenschaft (Franz?sisch/Italienisch) der Technischen Universit?t Dresden. Sie ist ehemalige wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft und für Angewandte Sprachwissenschaft der Universit?t Augsburg. 2025 schloss sie ihre Dissertation mit der Note summa cum laude an den Universit?ten Augsburg und Trento ab. 2022 erhielt sie den Augsburger DAAD-Preis für herausragende Leistungen ausl?ndischer Studierender an deutschen Hochschulen; 2025 wurde ihre Dissertation mit dem ersten Preis der Università per Stranieri di Siena ausgezeichnet.
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Forschungsschwerpunkte:
???????? Sprachdiskurs, Diskurstraditionen
???????? Historische Presse, Spectator-Zeitschriften
???????? Textgenerierende KI, Large Language Models
???????? Kontrastive Linguistik
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Abstract zu der gef?rderten Arbeit
Il discorso sulla lingua nel giornalismo spettatoriale del Settecento. Topoi metalinguistici come tradizione discorsiva paneuropea (Der Sprachdiskurs in den Spectator-Zeitschriften des 18. Jahrhunderts. Metasprachliche Topoi als paneurop?ische Diskurstradition)
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Die Dissertation untersucht den Sprachdiskurs in den sogenannten Spectator-Zeitschriften, einer im 18. Jahrhundert europaweit verbreiteten journalistischen Gattung. Auf der Grundlage eines Korpus aus 30 Zeitschriften in italienischer, deutscher und englischer Sprache erfolgte eine empirische Analyse mithilfe des Begriffs der Diskurstradition. Die Zeitschriften wurden hinsichtlich ihrer inhaltlich-formalen Gestaltung beschrieben und auf wiederkehrende metasprachliche Topoi untersucht. Somit mündete die Arbeit in ein mehrsprachiges, onomasiologisches Lexikon mit 17 Toposkategorien, welche erm?glichen, die Geschichte des europ?isch gepr?gten Sprachdiskurses im Zeitalter der Aufkl?rung zu entschlüsseln.
W?hrend die Kategorie der Diskurstradition prim?r in theoretischer Hinsicht in der deutschen Romanistik diskutiert wurde, stellt die Dissertation die erste italienischsprachige Arbeit dar, die das Konzept an einem umfangreichen, mehrsprachigen Korpus operationalisiert. Durch den Vergleich italienischer Zeitschriften mit anderen europ?ischen Spectator-Zeitungen schlie?t die Studie zudem eine Forschungslücke zu diesem journalistischen Format in Italien, für das es bislang an linguistisch orientierten Analysen mangelte.