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Transfer

Am Augsburger Lehrstuhl f¨¹r Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung verstehen wir ?Transfer¡° nicht als Einbahnstra?e, sondern als partizipative Wissenschaft, die praxis- und bedarfsorientiert forscht, dabei die Expertise der Praktiker*innen als bedeutsames Wissen einbezieht und ihre Erkenntnisse gerne allen Interessierten in passenden Formaten bereitstellt, insbesondere im . Als transdisziplin?res Forschungsfeld befasst sich die Friedens- und Konfliktforschung mit der Analyse von Konflikten, den M?glichkeiten und Voraussetzungen konstruktiver Konfliktbearbeitung sowie den Friedens-Bedingungen in und zwischen Gesellschaften bzw. Staaten. Unsere Expertise basiert auf interdisziplin?ren Forschungsans?tzen sowie Friedens- und Konflikttheorien bezogen auf den gesellschaftlichen Umgang mit Differenzen und Konflikten.

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Aktuelles im Bereich Transfer:
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Bei der Jahreskonferenz der???(AFK) in Leipzig pr?sentierte TFA-Gesch?ftsf¨¹hrerin Christina Pauls das Transferkonzept des??beim Roundtable ?Multidirektionaler Wissenstransfer als Beitrag zur Transdisziplinarit?t der Friedens- und Konfliktforschung¡°

Das Fishbowl-Panel wurden vom???angeboten und von dessen Koordinator?Christoph Weller?moderiert. Einleitend betonte er die Praxisorientierung der Friedens- und Konfliktforschung und verwies auf einige weit verbreitete Transferbeobachtungen:?Obwohl in Forschungs- und F?rderprogrammen Transfer mehr denn je gefordert sei, werde er vom Wissenschaftssystem kaum belohnt. Wenn aber die??f¨¹r die Friedens- und Konfliktforschung ausgeleuchtet w¨¹rden, sei Transfer ein wesentliches Element, denn alle drei Kennzeichen von Transdisziplinarit?t seien auf gelingenden Transfer angewiesen:?

(1) F¨¹r die Orientierung der Forschung an der Problembearbeitung m¨¹ssen Wissenschaftler*innen verstehen, welche Praxisprobleme eigentlich bearbeitet werden sollen, weshalb Transfer in transdisziplin?rer Forschung keine Erg?nzung der wissenschaftlichen Publikation von Forschungsergebnissen ganz am Ende des Forschungsprozesses sei, sondern an dessen Anfang stehe, wobei die Wissenschaftler*innen dabei die Rezipient*innen des Transfers zwischen Praxis und Wissenschaft seien.?

(2) Auch die Methodologie transdisziplin?rer Forschung, in der nicht-wissenschaftliches Wissen in eine produktive Verbindung mit wissenschaftlichem Wissen gebracht werden soll, basiere auf gelingendem Transfer, innerhalb dessen das jeweils andere Wissen verstanden werden muss, um seine Relevanz zur erfolgreichen Problembearbeitung angemessen beurteilen zu k?nnen.?

(3) Und die Umsetzung kollektiver Erkenntnisprozesse von Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen innerhalb des transdisziplin?ren Forschungsprozesses - als drittes Kennzeichen von Transdisziplinarit?t - erfordere einen kontinuierlich gelingenden Wissenstransfer. Wenn jedoch diesen drei Anforderungen transdisziplin?rer Forschung durch erfolgreichen Transfer einigerma?en entsprochen werden k?nne, w¨¹rde das, was ¨¹blicherweise mit ?Transfer¡° bezeichnet wird, v?llig ¨¹berfl¨¹ssig. Denn die relevanten Praktiker*innen sind ja von Anfang an in die gemeinsame Forschung integriert und m¨¹ssen nicht am Ende mit erg?nzenden ?Transfer¡°-Anstrengungen und originellen Formaten der Wissenschaftskommunikation erst noch erreicht werden.?
Dieser Einf¨¹hrung in das Fishbowl-Panel folgten drei Diskussionsimpulse von transfererfahrenen Kolleg*innen, in denen u.a. darauf fokussiert wurde, wodurch sich der Transfer in der Friedens- und Konfliktforschung bzw. -praxis vom Transfer in anderen Forschungs- bzw. Praxisfeldern unterscheidet; zudem konnten Erfahrungen aus drei unterschiedlichen institutionellen Kontexten pr?sentiert werden:?

Christina Pauls?(Universit?t Augsburg) berichtete als Gesch?ftsf¨¹hrerin des ?Transferzentrum Frieden Augsburg¡° von den Bedarfsanalysen gemeinsam mit Praktiker*innen, die am Beginn der jeweiligen Aktivit?ten des Transferzentrums st¨¹nden, dessen Aufgabe darin bestehe, in unterschiedlichen Formaten und Kooperationsformen zum Transfer der Expertise der Friedens- und Konfliktforschung in die Praxisfelder der Friedensstadt Augsburg beizutragen. Dies h?nge auch damit zusammen, dass das Transferzentrum Frieden Augsburg aufgrund der gemeinsamen Tr?gerschaft von Stadt und Universit?t bereits eine transdisziplin?re Einrichtung sei.?

Ginger Schmitz, Gesch?ftsf¨¹hrerin der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, betonte, dass bereits von ihrem Selbstverst?ndnis als ?Plattform¡° her der Transfer in diesem Netzwerk angelegt sei, aber aktuell wachsende Bedeutung bekomme, weil das Feld der Friedensarbeit politisch erheblich unter Druck sei, dem bei gelingendem Transfer erfolgreicher begegnet werden k?nne. Dabei sieht sie ein Transfer-Viereck am Werk von Wissenschaft, Praxis, Politik und ?ffentlichkeit, wodurch Transfer in erheblichem Ma?e eine Form von Diskursarbeit darstelle. Zugleich d¨¹rfe nicht ¨¹bersehen werden, dass Transfer in erheblichem Ma?e an einzelnen Personen h?nge und nur schwer institutionell gesichert werden k?nne.?

Christof Starke?(Friedenskreis Halle & Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung) differenzierte vor seinem Erfahrungshintergrund f¨¹nf verschiedene Transferfelder: einerseits eine Theoriebildung, in die Praktiker*innen direkt einbezogen werden, und andererseits eine aus der Praxis heraus entwickelte Forschung, f¨¹r die aber zumeist die Ressourcen fehlten. Auch Lehrauftr?ge von Praktiker*innen an Hochschulen sind aus seiner Sicht eine wertvolle Form des Transfers, ebenso die Mitwirkung von Wissenschaftler*innen an Austausch- und Begegnungsr?umen, die praxisnah geschaffen werden. Und wof¨¹r sowohl von Praktiker*innen als auch von Wissenschaftler*innen seiner Meinung nach mehr getan werden m¨¹sse, sei der Transfer Richtung Politik, ?ffentlichkeit und Gesellschaft.?

Mit diesen vier einleitenden Impulsen waren f¨¹r die sich anschlie?ende Fishbowl-Diskussion zahlreiche Anregungen und vielf?ltige Erfahrungen geliefert, um mit allen Anwesenden ¨¹ber die Spezifika und die Zukunft des Transfers in der Friedens- und Konfliktforschung bzw. -praxis ausf¨¹hrlich zu diskutieren. Und fortgesetzt wurde der Austausch dann gleich am Nachmittag bei Treffen des Arbeitskreises ?Wissenschaft und Praxis¡° inklusive Transfer, indem ¨¹ber geeignete Formate gesprochen wurde, mit denen sich Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen gleicherma?en erreichen und miteinander vernetzen lassen.

Das???(ZIF) hat ein "??" erstellt, in dem auch das??(TFA) beschrieben wird. Das Kompendium b¨¹ndelt innovative Peacebuilding-Praktiken und lokale Beispiele, die Argumente f¨¹r Friedensf?rderung liefern und eine Grundlage f¨¹r faktenbasierte Advocacy schaffen.

Compendium of Good Practice and Innovative Peacebuilding Approaches at the Local Level

The Pact for the Future adopted by UN Member States in September 2024 emphasises the need for bolstering peacebuilding and prevention. A frequent recommendation is to adopt?¡°localised¡± approaches, i.e. to work more closely with actors, organisations and constituencies at the local level to anchor peacebuilding in local communities, build resilience and increase the chances of sustainable impact.

The Center for International Peace Operations (ZIF) has engaged the Berlin based Peacebuilding Community of Practice (CoP)?for the compilation of?good practices and concrete examples?of local-level programmes and initiatives that contribute to strengthening or developing peace infrastructures and promote local engagement for sustainable peacebuilding.

With a broad range of activities and contributions ranging from Armenia to Germany to Thailand and Zimbabwe, the compendium crafts convincing narratives and forms a resource base for?evidence-based advocacy. The various approaches to engage communities, including through the use of existing social spaces, technology and performance art, illustrate a wide range of possibilities that aim at giving people agency over building lasting peace ¨C in their communities and beyond.?We hope that the projects and activities in the compendium will serve as inspiration and encouragement for their peacebuilding engagements as well.

Formate und Kommunikationsbedingungen der Wissensproduktion und Politikberatung in der Au?en- und Sicherheitspolitik sind Themen des BMFTR-gef?rderten Forschungsverbunds??, ?Wissensproduktion in der deutschen Friedens- und Sicherheitspolitik¡° der Universit?ten Erfurt, Bremen und Kiel, der am 6.3.2026 den eingeladenen Expert:innen bei der Transfertagung in Berlin seine Ergebnisse pr?sentiert.

Wie flie?en wissenschaftliche Erkenntnisse und die Expertise der Friedens- und Konfliktforschung in politische und institutionelle Entscheidungsprozesse der deutschen Au?en- und Sicherheitspolitik ein? Welche Faktoren pr?gen den transdisziplin?ren Wissensaustausch zwischen Politik, Wissenschaft und institutionalisierter Politikberatung? Wo liegen die Potenziale, aber auch die Herausforderungen wissensbasierter politischer Entscheidungsprozesse?

Entlang solcher Fragen wurden im Verbundprojekt KNOWPRO der Universit?ten Bremen, Erfurt und Kiel verschiedene Fallstudien zum friedens- und sicherheitspolitischen Wissen, welches den politischen Entscheidungsprozessen bei milit?rischen Interventionen (Afghanistan, Somalia) zugrunde lag, durchgef¨¹hrt. Auch die Bedeutung von Relevanz - politische, gesellschaftliche oder wissenschaftliche Relevanz - f¨¹r die Wissensproduktion von Think Tanks war Thema des Forschungsverbunds.

Die Bedingungen der Wissensproduktion in der Friedens- und Sicherheitspolitik stehen auch in enger Verbindung zu den ?Deutungsk?mpfen¡°, die im?(BZeFK) untersucht werden, etwa im Konflikt ¨¹ber Meinungs?u?erungen zur israelischen Kriegf¨¹hrung im Gazastreifen. An diesem Konflikt wurde von Christoph Weller die in Augsburg entwickelte Konzeption des f¨¹r die Forschung am BZeFK zentralen Begriffs der ?Deutungsk?mpfe¡° veranschaulicht (erschienen in der??).

:?Der interuniversit?re Forschungsverbund zum Thema ?Deutungsk?mpfe im ?bergang¡° mit dem ?Transferzentrum Frieden Augsburg¡° (TFA) wird vom Bundesministerium f¨¹r Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) ab 1. April 2026 f¨¹r weitere zwei Jahre gro?z¨¹gig gef?rdert.

?Neuer Open-Access-Kurs ab 17.02.2026 online.

Am Lehrstuhl f¨¹r Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universit?t Augsburg wurde in Kooperation mit der Technischen Hochschule Augsburg ein neuer??(vhb) entwickelt. Seit 17.02.2026 ist der Kurs f¨¹r alle Interessierten auf der VHB-Plattform kostenlos zug?nglich.

Nach einer Erprobungsphase mit Studierenden der Universit?t Augsburg geht der wissenschaftlich fundierte Onlinekurs ?Dynamiken sexualisierter Gewalt unter Jugendlichen: Erkennen, Verstehen und Handeln¡° nun online. Der Selbstlern-Kurs kann nach der Bearbeitung aller Module mit einem Zertifikat der vhb, der Universit?t Augsburg und der Technischen Hochschule Augsburg abgeschlossen werden.

Der Kurs vermittelt sowohl grundlegendes als auch vertiefendes Wissen zu sexualisierter Gewalt unter Jugendlichen. Er verbindet sozialwissenschaftliche und psychologische Theorien mit praxisnahen Begleit- und Pr?ventionsans?tzen und richtet sich an Studierende (u. a. der Sozialwissenschaften, Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung, Sozialen Arbeit, Erziehungswissenschaften, Lehramtsstudieng?nge sowie der Psychologie), an p?dagogisch T?tige, Multiplikator*innen in Bildung und Pr?vention sowie an alle Interessierten.

Eine besondere fachliche Qualit?t erh?lt der Kurs durch die Zusammenarbeit mit Noah Dejanovi?, Kinderschutzaktivist, Mitglied im Betroffenenrat der Unabh?ngigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (UBSKM) und Initiator des Projekts??Kinderschutz im Studium¡°, sowie mit Jennifer Raschke, Dipl.-P?dagogin und spezialisierte Fachberaterin f¨¹r sexualisierte Gewalt mit Schwerpunkt Traumap?dagogik und systemische Beratung. Ihre Expertise erg?nzt den Kurs um wichtige praxis- und betroffenenorientierte Perspektiven. Dar¨¹ber hinaus enth?lt der Kurs videobasierte Interviews mit Vertreter*innen der Polizei Augsburg, des Landes- und Amtsgerichts Augsburg sowie der Online-Beratungsstelle JUUUPORT, die wertvolle Einblicke in institutionelle und beratende Perspektiven im Umgang mit sexualisierter Gewalt geben.

Thematisiert werden unter anderem:

  • Begriffe, Erscheinungsformen und H?ufigkeiten sexualisierter Gewalt
  • soziale Dynamiken in Gleichaltrigen-Gruppen und Partnerschaften
  • Verhalten anwesender Dritter sowie H¨¹rden des Eingreifens
  • der Einfluss sexueller Skripte und gesellschaftlicher Mythen
  • sexualisierte Gewalt im digitalen Raum
  • rechtliche Rahmenbedingungen

Der Kurs arbeitet mit Fallbeispielen, Interviews und konkreten Handlungsimpulsen. Jedes Kapitel beginnt mit einer Check-in-Lektion zur Selbstwahrnehmung; ein begleitender Ressourcengarten bietet kurze ?bungen zur Stabilisierung und Selbstf¨¹rsorge. Erg?nzend werden weiterf¨¹hrende Literatur, Projekte und Materialien zur Vertiefung bereitgestellt.

Der Kurs wurde entwickelt von Dr. Rebecca Gulowski und Magdalena Holz, M. Sc., unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Weller (Universit?t Augsburg) in Zusammenarbeit mit??

Mit zw?lf Fragen er?ffnen Christoph Picker, Direktor der??, und Christoph Weller, Friedensforscher an der?, eine Blogreihe der???zur Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland. Zur Pr¨¹fung der vertretenen Positionen identifizieren sie zw?lf Themenbereiche, in denen die Anerkennung von Dissens einen wertvollen Beitrag zum Frieden leisten k?nnte, und laden dazu ein, sich an der Debatte zu beteiligen.

Wenn es um Frieden und Krieg geht, um Leben und Tod, um Gewaltlosigkeit und Widerstandskraft, ums Grunds?tzliche also ¨C dann melden sich zu Recht auch die Religionsgemeinschaften zu Wort. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland hat mit seiner?Denkschrift ???¡° einen umfangreichen?und anspruchsvollen 147-seitigen friedensethischen Text vorgelegt. Im Vorwort formuliert die Ratsvorsitzende Bisch?fin Kirsten Fehrs den Anspruch, die Denkschrift solle ?zur Gewissensbildung beitragen und Orientierungspunkte geben f¨¹r ein Leben aus dem Geist der Vers?hnung.¡° Ihr ist klar: ?Die Denkschrift bietet keine fertigen Antworten an, erst recht keine einfachen Patentrezepte, sondern sie l?dt dazu ein, Fragen neu zu stellen, die eigenen Positionen zu pr¨¹fen und das Gewissen zu sch?rfen. Denn erst auf der Grundlage einer eigenen, reflektierten Position ist eine Verst?ndigung ¨¹ber den besten Weg zur dauerhaften Sicherung des Friedens m?glich.¡°

Wir greifen die Einladung der Friedensdenkschrift zur Pr¨¹fung von Positionen und zur Formulierung von Fragen auf. In unserem Auftaktbeitrag der?Debattenreihe Friedensdenkschrift?fokussieren wir zw?lf Themenbereiche, die der weiteren Diskussion bed¨¹rfen und in denen die Anerkennung von Dissens einen wertvollen Beitrag zum Frieden leisten k?nnte. Die Fragen sollen die Debatte anregen und strukturieren. Sie er?ffnen eine Blogreihe der???und laden dazu ein, sich zu beteiligen.

Bei der ?ffentlichen Abendveranstaltung???zur Tagung ?Zeitenwende¡° in der Friedensethik? Kritische Seitenblicke auf die Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland" diskutieren der Au?enpolitiker Tobias Lindner, die Kirchenpr?sidentin Dorothee W¨¹st und der Friedens- und Konfliktforscher Christoph Weller ¨¹ber die politische Anwendbarkeit und die Zielrichtung der neuen Friedensdenkschrift.

Unter dem Titel ?Welt in Unordnung ¨C Gerechter Friede im Blick? hat die Evangelische Kirche in Deutschland eine neue Friedensdenkschrift ver?ffentlicht. Die Verfasser*innen sehen das Dokument als ?Weiterentwicklung der protestantischen Friedensethik?, die auf die ver?nderte weltpolitische Lage reagiert. Einige Kritiker*innen bewerten die Schrift jedoch anders: Sie sehen darin eine??und eine st?rkere Akzeptanz von milit?rischer Abschreckung und Aufr¨¹stung.

Die ?ffentliche Abendveranstaltung "Wie wird Frieden politikf?hig? Wie wird Politik friedensf?hig?¡°?am?Donnerstag, 29. Januar 2026, 20 bis 22 Uhr,?Altes Kaufhaus, Landau,?ist Teil der Tagung??Zeitenwende? in der Friedensethik? Kritische Seitenblicke auf die Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland?. Veranstalter*innen sind die??, die???der Rheinland-Pf?lzischen Technischen Universit?t und das Friedensinstitut der Evangelischen Hochschule Freiburg. Mit Unterst¨¹tzung der Evangelischen Friedensarbeit im Raum der EKD und der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz.

Die Evangelisches Akademie der Pfalz und die Friedensakademie Rheinland-Pfalz wollen den Text kritisch unter die Lupe nehmen und dabei Seitenblicke favorisieren. Deshalb kommen vorrangig Menschen zu Wort, die an der Entstehung des Textes nicht beteiligt waren. Warum ?u?ert sich die Kirche zu friedensethischen Fragen und was bezweckt sie damit? Was an der evangelischen Friedensethik ist evangelisch oder christlich? Ist der neue Grundlagentext politikf?hig? Ber¨¹cksichtigt er globale Perspektiven? Hat er Auswirkungen auf die Friedensbildung? Kommt er in der ?ffentlichen Debatte an ¨C oder bleibt er ein Text f¨¹r kirchliche Insider? Die Tagung ist zugleich Studientag der Konferenz der Evangelischen Friedensarbeit im Raum der EKD. Kooperationspartner bei der Veranstaltung ist das Friedensinstitut der Evangelischen Hochschule Freiburg. Gef?rdert von der Landeszentrale f¨¹r politische Bildung Rheinland-Pfalz.

Im Interview mit dem Evangelischen Pressedienst geht der Politologe Prof. Dr. Christoph Weller, der den Lehrstuhl f¨¹r Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universit?t Augsburg leitet, ausf¨¹hrlich auf die neue Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland ein: sie passe sich zu sehr dem herrschenden Diskurs an und setze zu stark auf Sicherheitsdenken, ohne konkret zu benennen, was es f¨¹r gerechten Frieden braucht, kritisiert Weller.

Auf die Frage nach der Aufgabe, die Friedensforschung und Friedensethik derzeit haben, erkl?rt Weller:

?Wichtig ist, auf die Differenz hinzuweisen, dass Frieden etwas anderes ist als Sicherheit. Das hat der bekannte Theologe Dietrich Bonhoeffer bereits 1934 klar zum Ausdruck gebracht: 'Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit. Denn der Friede muss gewagt werden. Friede ist das Gegenteil von Sicherung.' Das h?ngt damit zusammen, dass alle milit?rischen Ma?nahmen zur Herstellung der eigenen Sicherheit bei allen anderen die Unsicherheit vergr??ern. Sicherheitsdenken konzentriert sich nur auf die eigene Sicherheit, w?hrend Friedensdenken auch die Sicherheit der anderen im Blick hat.

Und am Titel ?Welt in Unordnung - Gerechter Friede im Blick¡° der Friedensdenkschrift kritisiert Weller:

?Der Titel macht unreflektiert einen eingeschr?nkten Blick auf die Welt zum Ausgangspunkt des friedensethischen Nachdenkens. So kann der Eindruck entstehen, man wolle die ganze Welt entlang der eigenen Vorstellungen eines ?Gerechten Friedens¡® ordnen. Doch wenn die Reichen dieser Welt von Ordnung reden, hat das wenig mit Gerechtigkeit zu tun.¡°

Das gesamte Interview mit Christoph Weller ver?ffentlicht der Evangelische Pressedienst, Landesdienst Bayern am 9.1.2026:?https://w.epd.de/pdf/lbm_online/2026/01/09/lbm.docscape_online.2026-01-09.pdf

?ber das Interview wurde berichtet:

Kritik von Friedensforscher: Ist die Friedensdenkschrift zu ?angepasst¡°?:?https://www.evangelisch.de/inhalte/251669/08-01-2026/kritik-von-friedensforscher-ist-die-friedensdenkschrift-zu-angepasst

Forscher: Milit?rische Gewalt f¨¹hrt nicht zum Frieden:??https://evangelische-zeitung.de/forscher-militaerische-gewalt-fuehrt-nicht-zum-frieden

Politologe: Friedensdenkschrift passt sich zu sehr dem Diskurs an:?https://www.evangelisch.de/inhalte/251655/08-01-2026/politologe-friedensdenkschrift-passt-sich-zu-sehr-dem-diskurs

?Frieden ist ein Prozess¡°: Politikwissenschaftler Weller ¨¹ber Krieg, Sicherheit und gerechte Ordnung:?https://www.sonntagsblatt.de/artikel/gesellschaft/frieden-ist-ein-prozess-politikwissenschaftler-weller-ueber-krieg-sicherheit

Evangelische Friedensarbeit:?https://www.evangelische-friedensarbeit.de/epd-meldungen/forscher-militaerische-gewalt-fuehrt-nicht-zum-frieden

Beim Roundtable??Multidirektionaler Wissenstransfer als Beitrag zur Transdisziplinarit?t der Friedens- und Konfliktforschung¡°?des???bei der???der???mit dem Titel "Ideen und Schnittstellen in der Friedens- und Konfliktforschung: die Bedeutung inter- und transdiziplin?rer Forschung¡°?am 11. - 13. M?rz 2026 in Leipzig wird u.a. das Transferkonzept des???¡°?diskutiert.

Forschungsprojekte sind heute kaum mehr vorstellbar, ohne dass auch Transfer der Forschungsergebnisse stattfindet, zumindest aber stattfinden soll. In unterschiedlichsten, vor allem nicht-traditionellen Darreichungsformen, von Videos u?ber ganz verschiedene Formate von Social Media bis hin zu Podcasts und Speed-Dating-Events, wird wissenschaftliches Wissen fu?r Interessierte au?erhalb des Wissenschaftssystems bereitgestellt. Fo?rdermittelgeber scheinen vor allem an der Anzahl solcher Transferereignisse interessiert, ziemlich unabha?ngig davon, ob der Transfer diejenigen erreicht, die mit den Forschungsergebnissen auch etwas anfangen ko?nnen oder wollen.

Fu?r ein praxisorientiertes und normativ-politisch reflektiertes Forschungsfeld wie die Friedens- und Konfliktforschung ko?nnen sich mit dem breit etablierten Transfererfordernis an Forschung aber weit ho?here Erwartungen verbinden. In der Transferforschung wird inzwischen von wechselseitigem, rekursivem oder multidirektionalem Transfer gesprochen, der weit u?ber all die neuen Formate der Wissenschaftskommunikation hinausgeht, die als ?Transfer¡° ausgegeben werden. Stattdessen gibt es bei anspruchsvollen Transfer-Versta?ndnissen Beru?hrungspunkte und U?berschneidungen zu Konzepten der Transdisziplinarita?t, etwa bei Methodologien Partizipativer Forschung oder anderen Verschra?nkungen der Forschung mit gesellschaftlichen Problemfeldern, etwa bei transformativer Wissenschaft.

Das Fishbowl-Panel des AK Wissenschaft und Praxis ero?ffnet durch die Pra?sentation von verschiedenen Konzepten und Erfahrungen des Wissenstransfers einen Raum, u?ber die Spezifika des Transfers in der Friedens- und Konfliktforschung zu diskutieren. Dabei werden die Einsichten und Debatten des??Augsburg, 13./14.10.2025) fortgefu?hrt und u.a. die Frage fokussiert: Wodurch unterscheidet sich Transfer in der Friedens- und Konfliktforschung vom Transfer in anderen Forschungsfeldern?

Impuls-Geber*innen fu?r das Fishbowl-Panel:

Christina Pauls (Transferzentrum Frieden Augsburg)
Ginger Schmitz (Plattform Zivile Konfliktbearbeitung)
Christof Starke (Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung)

Moderation: Christoph Weller (Koordinator des AK Wissenschaft und Praxis)

Um das Engagement f¨¹r nachhaltige Entwicklung in Augsburg sichtbar zu machen, verleiht die Stadt Augsburg jedes Jahr die??. Alle eingereichten Projekte leisten wichtige Beitr?ge zu den Zielen der??, das??etwa speziell zur Leitlinie W1.3: Wissenstranfer und Innovationsf?higkeit f¨¹r Transformationen f?rdern.

An der Universit?t der Friedensstadt Augsburg ist?der einzige Lehrstuhl f¨¹r Friedens- und Konfliktforschung in ganz Bayern angesiedelt. Der Lehrstuhl wirkt neben seinen Aufgaben in Forschung und Lehre auch an der Friedensarbeit in der Stadtgesellschaft mit. Dieser??wurde mit der Gr¨¹ndung des "Transferzentrums Frieden Augsburg" (TFA) im Herbst 2023 intensiviert.

Die Aufgaben des Transferzentrums betreffen unter anderem Fragen des friedlichen Zusammenlebens, der konstruktiven Konfliktbearbeitung sowie der Pr?vention von Radikalisierung, Extremismus und Gewalt. Ein entsprechendes Konzept wurde von Prof. Dr. Christoph Weller entwickelt und erhielt f¨¹r eine zun?chst dreij?hrige Pilotphase die Zustimmung des Augsburger Stadtrats. Die Arbeit des Transferzentrums basiert auf einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Universit?t Augsburg und der Stadt Augsburg. Finanziert wird das Transferzentrum unter anderem aus Mitteln, die dem Lehrstuhl durch das BMBF-Projekt "Bayerisches Zentrum f¨¹r Friedens- und Konfliktforschung: Deutungsk?mpfe im ?bergang" zur Verf¨¹gung stehen.Der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Friedens- und Konfliktforschung in die Stadtgesellschaft erfolgt in unterschiedlichen Formaten. Hierzu geh?rt ein ?ffentliches Veranstaltungsangebot mit Vortr?gen und Diskussionen. Au?erdem werden zielgruppenspezifische Bildungs- und Qualifizierungsangebote gemacht, insbesondere zu Kompetenzen im Bereich der Konfliktbearbeitung und Konfliktmoderation. Au?erdem bietet das TFA die wissenschaftliche Begleitung st?dtischer Projekte zur Friedens- und Konfliktarbeit an.Das TFA erweitert die Augsburger Bildungsangebote um Expertisen aus der praxisorientierten Friedens- und Konfliktforschung, um das friedliche Miteinander in der Stadtgesellschaft zu st?rken. Beispiele dieser Friedensarbeit sind etwa die handlungsorientierten Workshopreihe "Menschenfeindlichkeit begegnen" im Fr¨¹hjahr 2025, die j?hrliche Peace Summer School oder zahlreiche Beitr?ge zum Jubil?umsprogramm "375 Jahre Friedensfest". Durch seine Projekte und wissenschaftliche Expertise st?rkt das Transferzentrum das gesellschaftliche Friedensengagement sowie den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft. Zudem tr?gt das TFA damit zu Augsburgs Alleinstellungsmerkmal als bayerische Friedensstadt bei.

In seinem Vortrag "Hat der 'gerechte Frieden' ausgedient?¡° geht der Theologe Prof. Dr. Bernd Oberdorfer (Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakult?t der Universit?t Augsburg) in der letzten Veranstaltung der??des Lehrstuhls f¨¹r Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung auf die aktuellen Kontroversen ¨¹ber die protestantische Friedensethik ein. Veranstaltungsort: Augustanasaal, Annahof 4.
Der Aktionstag??fand im Rahmen des Augsburger Friedensfestes statt und thematisierte die Darstellung der Augsburger Kolonialgeschichte im ?ffentlichen Raum.? In diesem Zuge ist eine ausf¨¹hrliche??

entstanden.

Au?erdem wurde eine Gedenktafel erarbeitet, welche die sogenannte Welser-Tafel in der Annastra?e 25 erg?nzen soll. Mit ihr wird des Leids und der Gewalt durch die Kolonialunternehmungen gedacht. Diese erg?nzende Gedenktafel wurde am 18. Juni um 16 Uhr am Ort der Welser-Tafel enth¨¹llt. Die Initiatorin des Projekts, Christina Pauls,??

?Die Stadt Augsburg ist Friedensstadt, deshalb feiern wir dieses Jahr zum 375. Mal das Augsburger Hohe Friedensfest, in Bezugnahme auf den Augsburger Religionsfrieden von 1555. Die Stadt Augsburg ist aber auch Wiege des deutschen Kolonialismus, wie wir an dieser Tafel sehen k?nnen. Sie legt fest, dass Bartholom?us Welser V. ?ffentlich als Pionier ¨C als Global Player ¨C erinnert wird, der ?die ersten deutschen Kolonialunternehmungen nach S¨¹damerika¡° gef¨¹hrt hat.??

Aber diese Geschichte hat auch eine andere Seite, die sich nicht in Bilanzen, Titeln und Handelsrechten ausdr¨¹ckt ¨C sondern in menschlichem Leid, in geraubtem Land, in versklavten und verschleppten Menschen, in zerst?rten Gemeinschaften.?

Das sehen wir erst, wenn wir aufh?ren, uns um uns selbst zu kreisen und den Blick nach ?S¨¹damerika¡¯ richten. Dorthin, wo indigene V?lker wie die Caqueti¨®s, die Warao oder die Wayuu leben. Dorthin, wo die Welser unter dem Namen ?Klein-Venedig¡° (dem heutigen Venezuela) die erste deutsche Kolonie errichteten. Dorthin, wo ihre Vertreter ¨C mit kaiserlichem Mandat ¨C Zwangsarbeit einf¨¹hrten, D?rfer niederbrannten, Menschen entf¨¹hrten, t?teten oder zur Flucht zwangen.?

In den Quellen h?ren wir ¨C wenn ¨¹berhaupt ¨C n¨¹chtern vom Verlust indigenen Lebens und der transatlantischen ?berf¨¹hrung afrikanischer Menschen. Aber in Wahrheit geht es um die brutale Realit?t der kolonialen Eroberung und des transatlantischen Versklavungshandels, an dem die Welser beteiligt waren. Es gibt Sch?tzungen, dass die indigene Gesamtbev?lkerung S¨¹damerikas im Zuge der Eroberung insgesamt um 75 Millionen zur¨¹ckging, und dass etwa 40 Millionen Afrikaner*innen im Zuge des?Versklavungshandels verschleppt und versklavt wurden. Das sind Zahlen, die unbegreiflich sind. Und es sind mehr als Zahlen: es sind Menschenleben. Die Welser trugen ihren Teil zu diesem massiven Verbrechen der Menschheitsgeschichte bei.

Die Tafel, die wir heute gemeinsam enth¨¹llen, erg?nzt ein Geschichtsbild, das zu lange selbstbezogen und verzerrt war. Bereits 1992 setzten sich die Augsburger Initiativen ?Partnerschaft Dritte Welt/Werkstatt solidarische Welt¡®, die Geschichtswerkstatt Augsburg e.V. und die indigene Basisinitiative Asociaci¨®n Civil Yanama aus Venezuela?f¨¹r eine Erg?nzungstafel ein, die dieses Leid anerkennen wollte. Doch unsere Stadtregierung hat es damals, und bis heute, nicht geschafft, diesem Wunsch nach Anerkennung nachzugehen.??

Heute, mehr als 500 Jahre sp?ter, ist es unsere Aufgabe, das geschehene Unrecht nicht zu relativieren oder zu vergessen ¨C sondern es zu benennen. Diese Erg?nzungstafel ist ein Schritt auf diesem Weg. Ein Versuch, das Schweigen zu brechen.?

Denn weltweit ¨C in Venezuela und Kolumbien; in Namibia und Tansania, in Papua-Neuguinea und Togo ¨C lebt das koloniale Erbe des deutschen und des europ?ischen Kolonialismus weiter: In Armut, die aus Enteignung entstand. In Bildungs- und Gesundheitssystemen, die von den Wunden kolonialer Gewalt durchzogen sind. In Rassismen, die noch heute Lebens- und Beteiligungschancen ungleich verteilen. In Forderungen nach Aufarbeitung, Anerkennung, Reparation, nach Sichtbarkeit. Kurzum: Koloniale Gewalt hat Auswirkungen auf die Gegenwart. Erst wenn wir uns dieser Wirklichkeit stellen, wird es m?glich, sie abzubauen.?

W?hrend wir also in Augsburg Friedensfest feiern, w?hrend wir als Friedensstadt unser Selbstbild pflegen, m¨¹ssen wir uns fragen: Was hei?t Frieden ¨C wenn wir nicht bereit sind, das Unfriedliche in unserer eigenen Geschichte anzuerkennen? Was hei?t Verantwortung ¨C wenn wir Leid ignorieren, das durch Augsburger H?nde verursacht wurde, selbst wenn es Jahrhunderte zur¨¹ckliegt??

Diese Tafel ist kein Schlussstrich ¨C sie ist ein Anfang. Ein Anfang der Anerkennung. Ein Zeichen f¨¹r die Nachfahren Kolonisierter in aller Welt, die von Rassismus und durch Geschichtsvergessenheit von Entw¨¹rdigung betroffen sind, dass ihr Schmerz gesehen wird. Ein Zeichen f¨¹r uns, dass Erinnerung niemals dort enden darf, wo sie unbequem wird.?

Wir sagen heute: Auch wenn Coro, Maracaibo, Tocuyo, Bogot¨¢ ¨C all diese Orte weit entfernt erscheinen ¨C ihre Geschichten geh?ren auch hierher. Sie geh?ren auf unsere Stra?en, in unsere Schulen, in unser kollektives Ged?chtnis. Denn Erinnerung ist nicht nur ortsgebunden ¨C sie ist eine Frage der Haltung. Und wer sich dem Frieden verschreibt, wie wir es hier in Augsburg jedes Jahr tun, muss bereit sein, sich auch der Gewaltgeschichte zu stellen, die zum Fundament dieses Friedens geh?rt.?

ENTH?LLUNG DER TAFEL MIT FOLGENDER INSCHRIFT:?

?Zum Gedenken an das menschliche Leid durch die sogenannten Kolonialunternehmungen der Welser (1528¨C1556). Unz?hlige indigene Einwohner*innen und 4.578 Afrikaner*innen wurden versklavt, entwurzelt, enteignet und ermordet.?Wir als Friedensstadt tragen Verantwortung: Ohne Erinnerung an koloniale Gewalt und ihre Auswirkungen auf die Gegenwart kann es keine gerechte Zukunft geben¡°.?

Ich danke allen, die sich f¨¹r diese Erg?nzungstafel eingesetzt haben. Ich danke den Aktivistinnen, den Wissenschaftlerinnen, den Engagierten aus der Zivilgesellschaft. Ich danke der Werkstatt Solidarische Welt, insbesondere Thomas K?rner Wilsdorf und Norbert Stamm, f¨¹r das unerm¨¹dliche Engagement seit den 1990er Jahren, an das wir hier voller Kraft ankn¨¹pfen d¨¹rfen. Ich danke dem Augsburger Lehrstuhl f¨¹r Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung, dem Fugger und Welser Erlebnismuseum, und meiner Kollegin Annika Feldmeier f¨¹r die Unterst¨¹tzung, diesen Tag heute m?glich zu machen. Und ich danke Ihnen, die Sie heute hier stehen, um dieses Zeichen mitzutragen.?

Lassen Sie uns gemeinsam daf¨¹r sorgen, dass diese Tafel nicht nur aus Metall besteht ¨C sondern aus Haltung. Aus einem Willen zur Gerechtigkeit. Und aus einer echten Bereitschaft, sich der kolonialen Geschichte und Gegenwart zu stellen ¨C f¨¹r eine wirklich gerechtere Zukunft. Vielen Dank.¡°?

Das??"Friedensgutachten 2025"?wird am Mittwoch, 2. Juli in der Friedensstadt Augsburg vorgestellt. Das?Transferzentrum Frieden Augsburg?l?dt ein zu?Vortrag und Diskussion mit Dr. Claudia Baumgart-Ochse, Redaktionsleiterin des ?Friedensgutachtens¡°, um 17:30 Uhr im Augustanasaal, Annahof 4. Moderation: Prof. Dr. Christoph Weller

Die vier gro?en deutschen Friedensforschungsinstitute legen seit 1987 in jedem Jahr ihr Friedensgutachten vor.?Mit seinen konkreten Handlungsempfehlungen ist es ein zentrales Medium f¨¹r den Dialog zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. In diesem Jahr tr?gt das Friedensgutachten den Titel ?Frieden retten!¡°, denn der Frieden ist auf dem R¨¹ckzug: Russlands Krieg in der Ukraine destabilisiert Europa, der Krieg in Gaza st¨¹rzt den Nahen Osten in Leid und Gewalt, und im Sudan hat der Konflikt die gr??te humanit?re Katastrophe der Welt ausgel?st. Zugleich f?llt der globale Stabilit?tsanker USA aus. Pr?sident Donald Trump baut das Land nicht nur zu einer Autokratie um, er setzt auch in der Au?enpolitik auf das Recht des St?rkeren statt auf Regeln und Kooperation. Das Friedensgutachten 2025 zeigt, warum Europa selbst f¨¹r seine Sicherheit und Verteidigung sorgen und zugleich am Ziel des Friedens festhalten muss.

Die Redaktionsleiterin des ?Friedensgutachtens¡°, Dr. Claudia Baumgart-Ochse, wird die zentralen Ergebnisse der diesj?hrigen Ausgabe vorstellen, Prof. Christoph Weller moderiert die sich anschlie?ende Diskussion. Veranstaltet wird die Friedensgutachten-Vorstellung vom Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) gemeinsam mit dem Friedensb¨¹ro der Stadt Augsburg in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof und dem?Lehrstuhl f¨¹r Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universit?t Augsburg.

Dr. Claudia Baumgart-Ochse ist Programmbereichsleiterin am Leibniz-Institut f¨¹r Friedens- und Konfliktforschung (PRIF) in Frankfurt. Sie forscht zum israelisch-pal?stinensischen Konflikt und zur Rolle von Religion in Konflikten.?

Prof. Dr. Christoph Weller leitet den Lehrstuhl f¨¹r Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universit?t Augsburg und das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA).

?Pr?vention und Gesellschaftlicher Frieden¡° ist das Thema des diesj?hrigen Pr?ventionstags, der im Messezentrum der Friedensstadt Augsburg stattfindet.?Das Jubil?um ?30 Jahre Deutscher Pr?ventionstag¡° steht unter dem Motto ?Pr?vention & gesellschaftlicher Frieden¡° und passt damit hervorragend zum 375-j?hrigen Friedensfest der Stadt Augsburg.?Das???und der Lehrstuhl f¨¹r Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universit?t Augsburg sind nicht nur mit einem Messe-Stand, sondern auch bei verschiedenen Panels und mit einem??beteiligt.

Mit dem Er?ffnungsplenum um 11:00 Uhr startet der 30. Deutsche Pr?ventionstag am Montag, 23. Juni in sein umfangreiches Programm. Um 15:00 Uhr findet der Vortrag ?Gesellschaftlicher Frieden: Ein konflikttheoretisches Konzept¡° von Prof. Dr. Christoph Weller statt.?Am?Dienstag,?24. Juni, ist der?kostenfreie Publikumstag, der allen Interessierten Zugang zur Kongressausstellung und zum Augsburg Forum erm?glicht.?

Im????am Dienstag von 9:00 bis 14:00 Uhr werden auf einer eigenen B¨¹hne Augsburger Leuchtturmprojekte aus den Bereichen Frieden, Nachhaltigkeit, Sport, Demokratie, Kultur und Nachtleben pr?sentiert, unter anderem das Projekt??Konfliktkompetenzen st?rken - Fortbildungsangebote f¨¹r p?dagogische Fachkr?fte¡° mit Christina Pauls.

Die angrenzende Augsburg Lounge l?dt zum Austausch und zur Vernetzung ein.
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Alle Infos zum Deutschen Pr?ventionstag in Augsburg k?nnen Sie hier nachlesen:?https://www.praeventionstag.de/nano.cms/30-dpt-uebersicht

Die Augsburger Oberb¨¹rgermeisterin Eva Weber spricht im??Podcast ?Augsburg direkt¡°?aus Anlass des Friedensfestprogramms ?375 Jahre Friedensfest¡° mit Professor Christoph Weller ¨¹ber das?Transferzentrum Frieden Augsburg, die Erwartungen der Friedensstadt an die?Friedens- und Konfliktforschung?und die Chancen von Konflikten und ihrer konstruktiven Bearbeitung.

Frieden als Teil der Stadtkultur f?rdern?- dazu tr?gt auch der?Lehrstuhl f¨¹r Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung?der Universit?t Augsburg bei, weshalb in der aktuellen Episode des Podcasts ?Augsburg direkt¡° der Frieden im Mittelpunkt des Austauschs zwischen Oberb¨¹rgermeisterin Eva Weber und Prof. Dr. Christoph Weller steht:

Was bedeutet es eigentlich, Friedensstadt zu sein - ¨¹ber feierliche Anl?sse hinaus? Wie l?sst sich Frieden im Alltag leben, erforschen und in die Praxis ¨¹bersetzen? Warum ist das gerade in Augsburg so spannend? Wie hat sich unser Verst?ndnis von Frieden ver?ndert? Und was macht das neue?Transferzentrum Frieden Augsburg?

Im Gespr?ch zwischen Weber und Weller geht es um das Potenzial konstruktiver Konfliktbearbeitung und darum, wo sie in einer Stadtgesellschaft gefragt ist. Wie wissenschaftliche Erkenntnisse und praktisches Handeln ineinandergreifen, um Frieden als Teil einer vielf?ltigen Stadtkultur zu f?rdern. Und wie das Transferzentrum Frieden die Universit?t und die Stadt in der Friedensstadt Augsburg verbindet.

Michaela Z?hrer hat gemeinsam mit den beiden Mitherausgeberinnen des W&F-Dossiers 99 ?Feministische Friedensforschung. Impulse f¨¹r Frieden¡° die Frage aufgeworfen, welchen Frieden wir brauchen, und eine Antwort aus der Perspektive feministischer Friedens- und Konfliktforschung formuliert.

Der Beitrag ist am 26. Mai 2025 in der Printausgabe der Frankfurter Rundschau (Nr. 121) erschienen und?online nachzulesen

Das von Christine Buchwald, Patricia Rinck und Michaela Z?hrer herausgegebene Dossier ?Feministische Friedensforschung. Impulse f¨¹r Frieden¡° ist?online auf der Homepage von W&F?zu lesen und zu bestellen.

F¨¹r die Augsburger Stadtgesellschaft findet unmittelbar vor dem zweit?gigen??"Deutschen Pr?ventionstag" (DPT), der in diesem Jahr zum Thema?"Pr?venton und gesellschaftlicher Frieden"?in der Friedensstadt Augsburg stattfindet, der??"Aktionstag Pr?vention"?mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen statt. Die Stadt Augsburg pr?sentiert am Samstag, 21. Juni von 10 - 18 Uhr an verschiedenen Orden der Innenstadt mahr als 60 Mitmachaktionen, Vort?ge und Workshops. Er?ffnet wird der Aktionstag durch Oberb¨¹rgermeisterin Eva Weber um 10:30 Uhr auf der Piazza im Annahof. Die Angebote des?Lehrstuhls f¨¹r Politikwissenschaft Friedens- und Konfliktforschung?sowie des?Transferzentrums Frieden Augsburg (TFA)?sind:?

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Ab 10:00 Uhr bieten wir auf dem "Platz der Demokratie" im Annahof einen Infostand zur Friedens- und Konfliktforschung in der Friedensstadt an.?

Der Lehrstuhl f¨¹r Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universit?t Augsburg pr?sentiert seine aktuellen Projekte im Themenfeld ?Pr?vention und gesellschaftlicher Frieden¡°: Dazu geh?ren die??Partizipative Konfliktforschung zu den Wirkungen kommunaler Konfliktberatung, das??Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA)?sowie die Forschungen im??Bayerischen Zentrum f¨¹r Friedens- und Konfliktforschung (BZeFK).

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Um 13:45 Uhr bieten wir im Hollbau (2. OG) den Workshop ?Zusammenleben in der Stadt: Lasst uns ¨¹ber wirksame Konfliktbearbeitung nachdenken!¡° an.

Angeregt durch Einblicke in die aktuelle Forschung und Praxis kommunaler Konfliktberatung m?chten wir mit Ihnen ¨¹ber Konflikte rund ums Zusammenleben ins Gespr?ch kommen: Wie gehen wir mit Konflikten direkt vor unserer Haust¨¹r um und woran merkt man eigentlich, dass man dabei erfolgreich ist? Ein interaktiver Workshop zur gemeinsamen Reflexion verschiedener Formen der Konfliktbearbeitung.

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Um 15:15 Uhr bieten wir im Hollbau (EG) den Workshop ?Frieden hinter Fragen - Ein Blick auf Frieden & Krieg in der Welt¡° an.

Was ist Frieden? Wie sieht er aus? Wo gibt es Krieg auf der Welt? Was hat das mit uns zu tun? In dem interaktiv gestalteten Workshop setzen wir uns mit einem engen Friedensbegriff auseinander und betrachten kriegerische Auseinandersetzungen in der Welt anhand des sogenannten, aus dem Globalen Lernen bekannte ?Weltverteidigungsspiels¡°. Dabei wird der Blick vor allem auf die globale Ebene geworfen und ein ?berblick ¨¹ber verschiedene, als ?Krieg¡° definierte Kontexte verschafft. Was ist der "Global Peace Index¡° und welche Handlungsideen lassen sich entwickeln f¨¹r weiteres Engagement in diesem Bereich?

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Um 16:45 Uhr beginnt im Augustanasaal der Kurzvortrag ?Gesellschaftlicher Frieden: Wissenschaftliche Hinf¨¹hrung zum Thema des Deutschen Pr?ventionstages 2025¡° von Prof. Dr. Christoph Weller

?Pr?vention und gesellschaftlicher Frieden¡° ist das Rahmenthema des 30. Deutschen Pr?ventionstags 2025 in Augsburg.?Der Kurzvortrag erl?utert den Begriff ?Gesellschaftlicher Frieden¡° aus der Perspektive der Friedens- und Konfliktforschung und liefert Anregungen f¨¹r eine sich anschlie?ende Diskussion.

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Das gesamte???Rahmenprogramm?ist hier abrufbar:

Rahmenprogramm Stadt Augsburg zum Deutschen Pr?ventionstag 2025.?

Die Kolonialgeschichte Augsburgs ist im ?ffentlichen Raum bis heute weitgehend unerz?hlt. Stattdessen pr?gen glorreiche Darstellungen die Wahrnehmung, wie jene der Augsburger Handelsfamilien Fugger und Welser. Ein besonders pr?gnantes Beispiel daf¨¹r ist die sogenannte Welsertafel in der Annastra?e. Diese stellt Bartholom?us Welser als Pionier ?erster deutscher Kolonialunternehmungen¡° dar und verschweigt die damit einhergehende Gewalt: die Ermordung tausender Indigener und die Versklavung von 4.578 Afrikaner*innen.

Deshalb wird die Welsertafel am Aktionstag durch eine Gedenktafel erg?nzt, die den Opfern der Augsburger Kolonialgeschichte gewidmet ist. Daneben wird in einem Stadtrundgang und einer Performance thematisiert, wie eng die koloniale Vergangenheit mit unserer heutigen Lebensweise und globalen Ungleichheiten verwoben ist. Anschlie?end gibt es die M?glichkeit zum offenen Austausch mit den Beteiligten.

Programm am Mittwoch, 18. Juni:
14:00 Uhr? ? ? ? ? Kolonialer Stadtrundgang der Werkstatt Solidarische Welt (Anmeldung erforderlich)
16:00 Uhr? ? ? ? ? Enth¨¹llung der erg?nzenden Gedenktafel neben der Welsertafel in der Annastra?e 25
16:30 Uhr? ? ? ? ? Lecture Performance Intersecciones II (Moritzplatz)
ab 18:00 Uhr? ? Get-Together und offener Austausch im Fugger und Welser Erlebnismuseum
(?u?eres Pfaffeng?sschen 23, 86152 Augsburg)

Die Teilnahme an nur einzelnen Programmpunkten ist jederzeit m?glich. F¨¹r Fragen wenden Sie sich bitte an info@postkoloniale-friedensstadt.de

Kolonialer Stadtrundgang
Von den R?mern ¨¹ber die Fugger und Welser bis hin zur Konsumwelt der Gegenwart ist Augsburg immer wieder Schauplatz kolonialer Einfl¨¹sse und Auswirkungen. Der Rundgang will globale wirtschaftliche und politische Zusammenh?nge deutlich machen und Stadtgeschichte aus einer etwas anderen Perspektive beleuchten.

Anmeldung f¨¹r den Stadtrundgang bis zum 16. Juni erforderlich unter:
tickets@werkstatt-solidarische-welt.de
Kosten: 3,50 €/ 2,50 € (erm.)
Treffpunkt Augustusbrunnen (Dauer ca. 2 Stunden)

Enth¨¹llung der erg?nzenden Gedenktafel neben der Welsertafel

Aus der intensiven Besch?ftigung mit der Augsburger Kolonialgeschichte im 16. Jahrhundert sind f¨¹r das Friedensfest 2025 eine ausf¨¹hrliche Brosch¨¹re mit wichtigen Erinnerungen an die Welser-Kolonie sowie ein Text f¨¹r eine Gedenktafel entstanden. Damit soll an das Leid und die Gewalt durch die Kolonialunternehmungen gedacht werden. Diese erg?nzende Gedenktafel wird am 18. Juni um 16 Uhr am Ort der Welser-Tafel (Annastra?e 25) enth¨¹llt.

Lecture Performance Intersecciones II
Die Kunstschaffenden Magda Agudelo und Adelheid Schulz teilen in dieser Lecture-Performance in der Augsburger Innenstadt Perspektiven und k¨¹nstlerische Reflexionen zur kolonialen Vergangenheit der Welser und ihren Spuren bis in die Gegenwart. Im 16. Jahrhundert zogen die Welservertreter gemeinsam mit spanischen Konquistadoren auf der À­Ë¹Î¬¼Ó˹¶Ä³Ç nach El Dorado durch die Region Orinoco, hinterlie?en eine Spur der Gewalt und wurden zu den ersten europ?ischen Eroberern dieser Gegend. Intersecciones II setzt sich mit den historischen und gegenw?rtigen Auswirkungen dieser kolonialen Vergangenheit auseinander ¨C insbesondere mit der Bedeutung der sogenannten Welser-Kolonie f¨¹r koloniale Kontinuit?ten, Erinnerung und globales Zusammenleben.?

Treffpunkt: 16:30 Uhr am Moritzplatz

Dauer: ca. 60 Minuten.

Weitere Informationen unter: https://friedensfest-augsburg.de/programm/von-el-dorado-nach-augsburg/

Der Aktionstag findet im Rahmen des Teilprojektes ?Deutungsk?mpfe in der Kolonialit?t des Friedens¡°

des BMFTR-gef?rderten Verbundprojektes ?Bayerisches Zentrum f¨¹r Friedens- und Konfliktforschung¡° (/de/fakultaet/philsoz/fakultat/powi-friedens-und-konfliktforschung/forschung-projekte/ ) statt.

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Frieden riskieren????Ringvorlesung zu den wissenschaftlichen Perspektiven auf Frieden

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Mittwoch, 11.6.2025, 17:30 - 19 Uhr, Augustanasaal im Annahof

Frieden schaffen ohne Kompromisse? Zur Ehrenrettung einer Technik der Konfliktregelung mit schlechtem Ruf

Prof. Dr. Ulrich Willems, Universit?t M¨¹nster

Abstract: Georg Simmel, einer der Gr¨¹nderv?ter der Soziologie, hat den Kompromiss als eine der ?gr??ten Erfindungen der Menschheit¡° bezeichnet. In einer Zeit, in der Konflikte zahlreicher und unerbittlicher zu werden scheinen, ist daher vermehrt der Ruf nach Kompromissen und nach Kompromissbereitschaft zu vernehmen. Aber der Kompromiss genie?t keinen sonderlich guten Ruf. Kompromisse gelten vielfach als ?faul¡°, als ?Kuhhandel¡°, als Verrat an den verfochtenen Zielen. Zudem mehren sich die Diagnosen einer abnehmenden F?higkeit und Bereitschaft zum Kompromiss. Der Vortrag wird zeigen, wie sich der Kompromiss heute gegen diese grundlegende Skepsis als leistungsf?hige Technik zur Regelung von Konflikten rehabilitieren l?sst.

Referent: Prof. Dr. Ulrich Willems ist Professor f¨¹r Politische Theorie mit dem Schwerpunkt Politik und Religion an der Universit?t M¨¹nster. Zu seinen Forschungsschwerpunkten z?hlen Religionspolitik, der Umgang mit tiefgreifenden Dissensen und fundamentalen Konflikten sowie die Frage nach der Verfassung religi?s, moralisch und kulturell pluraler Gesellschaften. Er ist Principal Investigator des Exzellenzclusters ?Religion und Politik¡° an der Universit?t M¨¹nster und einer der drei Sprecher des vom Land NRW gef?rderten Forschungsprojektes ?Kulturen des Kompromisses¡° der Universit?ten Duisburg-Essen, M¨¹nster und Bochum.?

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Mittwoch, 18.6.2025, 17:30 - 19 Uhr, Augustanasaal im Annahof

Friedensschutz durch Strafrecht? Eine juristische Perspektive

Prof. Dr. Johannes Kaspar, Universit?t Augsburg

Abstract: Der Vortrag behandelt die Frage, ob und wie das Strafrecht zum Schutz des "Friedens" beitragen kann. Was ist mit dem "?ffentlichen Frieden" gemeint, der in manchen Strafnormen als Schutzgut genannt wird? Und dient es wirklich dem "Rechtsfrieden", wenn nach einer Straftat das ?bel der Geld- oder Freiheitsstrafe verh?ngt wird? Oder m¨¹sste man sich gerade mit Blick auf "Friedensstiftung" nicht verst?rkt um Alternativen zur Strafe bem¨¹hen?¡°

Referent: Prof. Dr. Johannes Kaspar ist seit 2012 Inhaber des Lehrstuhls f¨¹r Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie und Sanktionenrecht der Universit?t Augsburg und besch?ftigt sich u.a. mit straftheoretischen Grundlagenfragen. Er ist Autor eines Lehrbuchs zum Allgemeinen Teil des Strafrechts.

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Mittwoch, 25.6.2025, 17:30 - 19 Uhr, Kulturhaus Kresslesm¨¹hle

Erinnerung, Politik und Macht nach dem V?lkermord in Ruanda

Prof. Dr. Timothy Williams, Universit?t der Bundeswehr M¨¹nchen

Abstract: 1994 ereignete sich ein grauenhafter V?lkermord an den Tutsi in Ruanda, bei dem in nur hundert Tagen 500.000-600.000 Menschen umgebracht wurden. Dieser Vortrag besch?ftigt sich mit der Erinnerungspolitik seit dem V?lkermord. Timothy Williams diskutiert, wie die Rollen von T?ter, Opfer und Held politisch und gesellschaftlich zugeschrieben werden und wie die Regierung des Landes hieraus politische Vorteile gewinnt. Hierbei sind Fragen von Ethnizit?t, Macht, Trauma und Politik miteinander verstrickt und ergeben eine spannungsgeladene Erinnerungslandschaft.

Referent: Prof. Dr. Timothy Williams ist Friedens- und Konfliktforscher?und setzt sich in seiner Forschung mit Konflikt, Gewalt und der Politik der Erinnerung auseinander.?Nach seinem Studium der Politikwissenschaft in Mannheim und an der London School of Economics hat Timothy Williams seine Promotion am Zentrum f¨¹r Konfliktforschung der Philipps-Universit?t Marburg abgeschlossen und folgte dann dem Ruf als Juniorprofessor an die Universit?t der Bundeswehr M¨¹nchen, wo er zugleich auch Ko-Sprecher des Forschungszentrums RISK ist. Timothy Williams ist Vizepr?sident der??International Association of Genocide Scholars?und war 2021-2023 Herausgeber der??Zeitschrift f¨¹r Friedens- und Konfliktforschung.?

Gerade in ?unfriedlichen Zeiten¡° muss sich die Friedens- und Konfliktforschung mit den Bedingungen und Strukturen von Frieden in der Gegenwart besch?ftigen. Dem widmet sich in diesem Sommersemester das Studium Generale????Frieden in der Theorie? Perspektiven aus Philosophie und Wissenschaft¡° an der Universit?t zu L¨¹beck, zu dem Christoph Weller am 28.5. mit?dem Vortrag ?Friedenstheorie in unfriedlichen Zeiten¡° seinen Beitrag leistet.

Abstract: Etwas als ?unfriedlich¡° zu bezeichnen, setzt Friedenstheorie voraus. Doch angesichts des hohen normativen Gehalts des Friedensbegriffs wird sich in der Welt immer Unfriedliches entdecken lassen. Kann aber dar¨¹ber hinaus von Friedenstheorien auch erwartet werden, dass sie Wege zu mehr Frieden, zum Abbau von Unfriedlichem beschreiben oder gar ebnen k?nnen? Dieser Frage geht der Vortrag unter R¨¹ckgriff auf Konflikttheorien nach und beleuchtet Zusammenh?nge zwischen Konfliktbearbeitung und Frieden, gerade auch im Hinblick auf gesellschaftlichen Frieden in diesen unfriedlichen Zeiten.

Prof. Dr. Christoph Weller?leitet den Lehrstuhl f¨¹r Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universit?t Augsburg, hat das ?Transferzentrum Frieden Augsburg¡° initiiert und forscht zu Konzepten der Konfliktbearbeitung, zu Friedenstheorien und zur Geschichte der Friedens- und Konfliktforschung. Aktuell forscht er zu Deutungsk?mpfen im Rahmen des BMFTR-gef?rderten Bayerischen Zentrums f¨¹r Friedens- und Konfliktforschung (BZeFK) sowie zu den Wirkungen Kommunaler Konfliktberatung mithilfe einer Methodologie Partizipativer Konfliktforschung.

J¨¹ngste Ver?ffentlichungen:

Weller, Christoph?2024:?Frieden durch Konfliktbearbeitung: Deeskalation der Konfliktaustragung friedenstheoretisch betrachtet,?in:?Zeitschrift f¨¹r Internationale Beziehungen 31: 1, 91-106.

Weller, Christoph?2024:?Friedens- und Konfliktforschung ¨C Herausforderung f¨¹r die Internationalen Beziehungen,?in: Sauer, Frank/von Hauff, Luba/Masala, Carlo (Hrsg.):?Handbuch Internationale Beziehungen,?Wiesbaden: Springer VS, 639-660.?

Weller, Christoph?2024:?Krisenkonflikte: was hilft gegen Krisenprofiteure?,?Marks, Erich, Heinzelmann, Claudia, Wollinger, Gina Rosa (Hrsg.):?Krisen und Pr?vention: ausgew?hlte Beitr?ge des 28. Deutschen Pr?ventionstages?459-466.

Weller, Christoph?2022:?Hindernisse der Verst?ndigung ¨C Schwarz-Wei?-Bilder des Kriegs in der Ukraine,?in: Werkner, Ines-Jacqueline/Mayer, Lotta/Kr¨¹ger, Madlen (Hrsg.):?Wege aus dem Krieg in der Ukraine: Szenarien - Chancen - Risiken,?Heidelberg: heiBOOKS, (FEST kompakt ¨C Analysen ¨C Stellungnahmen ¨C Perspektiven ; 5), 103-115.

Ab sofort ist die Anmeldung zur Peace Summer School 2025 er?ffnet! Vom 19. bis 21. Juni 2025 laden der ASKA ¨C Alumni und Studierende der Konfliktforschung Augsburg e.V. und das Transferzentrum Frieden Augsburg zum neunten Mal zur dreit?gigen Summer School nach Augsburg ein ¨C diesmal unter dem Titel: MIND THE GAPS! Intersektionalit?t erleben, Gesellschaft gestalten.

MIND THE GAPS! Diesen Impuls nimmt die Peace Summer School 2025 zum Anlass, um gesellschaftliche Ungleichheiten und ihre Zusammenh?nge zu erkunden. Teilnehmende erfahren, wie verschiedene Formen von Diskriminierung zusammenwirken und wie intersektionale Perspektiven helfen k?nnen, gesellschaftliche Konflikte besser zu verstehen. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Lernen: voneinander, miteinander und mit Blick auf eine Zukunft, in der die Verschiedenheit der Menschen als St?rke gedacht wird.

Das Programm beinhaltet Workshops, die Grundlagen intersektionalen Denkens mit konkreten gesellschaftlichen Herausforderungen verkn¨¹pfen: Georg Blokus (School of Political Hope) erkundet die Zusammenh?nge von Arbeit, Klasse und Migration, Jermaine Irebor (Universit?t Erlangen-N¨¹rnberg) l?dt zum queeren Pilgern ¨¹ber Religion und Identit?t ein und Claire Rumny und Constanze Ziegler zeigen, wie kritische Soziale Arbeit und Community Organizing gesellschaftlichen Wandel erm?glichen.

Am Samstagabend findet unter dem Titel RECLAIM THE NIGHT! eine ?ffentliche Abendveranstaltung mit anschlie?ender Clubnacht im Beim Weissen Lamm (Ludwigstra?e 23, Augsburg) statt. Eine Diskussionsrunde beleuchtet Clubs als R?ume politischer Selbsterm?chtigung ¨C danach wird getanzt, gefeiert und das Erlebte in Bewegung ¨¹bersetzt.

Zur Teilnahme an der Peace Summer School ist ein Ticketkauf erforderlich. Das vollst?ndige Programm, weitere Infos und Tickets gibt es??hier.

Die Peace Summer School 2025 findet im Rahmen des 375-j?hrigen Jubil?ums FRIEDEN RISKIEREN! des Augsburger Hohen Friedensfests statt (mehr dazu??hier).

Die Peace Summer School 2025 findet in Kooperation mit dem Friedensb¨¹ro der Stadt Augsburg, der??Petra-Kelly-Stiftung, der??argon{lounge}, der??Gesellschaft der Freunde der Universit?t Augsburg, dem??Integrationsbeirat der Stadt Augsburg,??Arbeit und Leben in Bayern, dem??Evangelischen Forum Annahof?und der??Queersensiblen Pastoral des Bistums Augsburg?statt. Gef?rdert wird sie vom Bundesministerium f¨¹r Bildung und Forschung sowie der B¨¹rgerstiftung Augsburg. Gesponsert wird sie vom??Rewe Team Reincke Augsburg.

Die Titelfrage ?Ist Frieden kolonial?¡°?l?dt dazu ein, unsere g?ngigen Vorstellungen von Frieden kritisch zu hinterfragen: Basiert??unser¡® Friedensverst?ndnis?im globalen Norden?m?glicherweise?auf?dem historisch gewachsenen?Machtgef?lle zum Globalen S¨¹den, und damit auf den Langzeitwirkungen von?Kolonialismus??Entsprechend greift der Vortrag die lauter werdende Kritik aus post- und dekolonialen Theoriezug?ngen auf: Diese kritisieren etwa, dass Frieden h?ufig als Zustand oder Prozess verstanden wird, der bestehende ¨C teils kolonial begr¨¹ndete ¨C Ungleichheiten ausblendet oder gar absichert. Anhand des Beispiels von Erinnerungspolitik wird dargelegt, wie koloniale Logiken bis heute in der Friedensarbeit fortwirken, etwa indem koloniale Verbrechen in der kollektiven Erinnerung ausgeblendet werden. So?l?dt der Vortrag zu Erkundungen der Zusammenh?nge von Frieden und Kolonialismus ein und m?chte zur kritischen?Auseinandersetzung mit?g?ngigen Vorstellungen von?Frieden?anregen.

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Referentin ist Christina Pauls, M.A.,?Lehrstuhl?f¨¹r Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universit?t Augsburg.

Weitere Informationen???hier

Mit einem Vortrag von Prof. Dr. Christoph Weller zu den Perspektiven der Friedens- und Konfliktforschung auf das Thema ?Frieden risikieren?¡° beginnt die Ringvorlesung des?Lehrstuhls f¨¹r Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung?als Beitrag zum diesj?hrigen??Friedensfestprogramm ?375 Jahre Friedensfest¡°?am Mittwoch, 7.5. um 17:30 - 19:00 Uhr in der Stadtb¨¹cherei (S-Forum, Ernst-Reuter-Platz 1).

Die weiteren Termine der Ringvorlesung (zumeist im Augustana-Saal, Im Annahof 4):

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14.05.2025, Augustanasaal

Ist Frieden kolonial? Erinnerungspolitik und Frieden in dekolonialer Perspektive

Christina Pauls, M.A., Universit?t Augsburg

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11.06.2025, Augustanasaal

Frieden schaffen ohne Kompromisse? Zur Ehrenrettung einer Technik der Konfliktregelung mit schlechtem Ruf

Prof. Dr. Ulrich Willems, Universit?t M¨¹nster

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18.06.2025, Augustanasaal

Friedensschutz durch Strafrecht? Eine juristische Perspektive

Prof. Dr. Johannes Kaspar, Universit?t Augsburg

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25.06.2025, Kresslesm¨¹hle

Erinnerung, Politik und Macht nach dem V?lkermord in Ruanda

Prof. Dr. Timothy Williams, Universit?t der Bundeswehr M¨¹nchen

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02.07.2025, Augustanasaal

Vorstellung des ?Friedensgutachtens 2025¡°

Dr. Claudia Baumgart-Ochse, Leibniz-Institut f¨¹r Friedens- und Konfliktforschung (PRIF), Frankfurt a.M.

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09.07.2025, Augustanasaal

Hat der ?gerechte Frieden¡° ausgedient? Aktuelle Kontroversen protestantischer Friedensethik

Prof. Dr. Bernd Oberdorfer, Universit?t Augsburg

?Frieden riskieren¡° ist das Thema des Programms ?375 Jahre Friedensfest¡° sowie der Ringvorlesung des Lehrstuhls f¨¹r Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung zum diesj?hrigen Friedensfestprogramm, ab 7. Mai mittwochs von 17:30 Uhr - 19 Uhr

2025 feiern wir das Hohe Friedensfest zum 375. Mal. Zu diesem Jubil?um wird unter dem Motto?FRIEDEN RISKIEREN?¨¹ber drei Monate hinweg ein umfangreiches Kulturprogramm in der gesamten Stadt pr?sentiert und mit lokalen, nationalen und internationalen Akteur*innen dem Frieden in seinen unterschiedlichen Formen und Bedeutungen nachgegangen.

Konzerte, Theaterst¨¹cke, Lesungen, Film- und Gespr?chsreihen erwarten das Publikum ebenso wie Vortr?ge, Ausstellungen, Installationen, interaktive und partizipative Formate, die Menschen zusammenbringen und Grenzen ¨¹berwinden. Mit allen Veranstaltungen wollen wir?FRIEDEN RISKIEREN?und ein starkes Band kn¨¹pfen, das Augsburg mit Europa verbindet.

Vom 8. Mai bis 8. August 2025?wird in vier Themenkreisen eine Br¨¹cke aus der Geschichte ¨¹ber das 20. Jahrhundert in die Gegenwart geschlagen und in ¨¹ber 140 Veranstaltungen und Projekten die gro?e Bandbreite an gesellschaftlichen Positionen und k¨¹nstlerischen Ausdrucksformen pr?sentiert, u.a. mit einer Ringvorlesung:?
Frieden risikieren? Ringvorlesung zu den wissenschaftlichen Perspektiven auf Frieden

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Sieben Veranstaltungen im Rahmen von ?375 Jahre Friedensfest¡°, Mai bis Juli 2025 in Augsburg, jeweils mittwochs von 17:30 - 19:00 Uhr

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7.5.2025, S-Forum der Stadtbibliothek

Frieden riskieren? Er?ffnungsvortrag zu den Perspektiven der Friedens- und Konfliktforschung

Prof. Dr. Christoph Weller, Universit?t Augsburg

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14.5.2025, Augustanasaal

Ist Frieden kolonial? Erinnerungspolitik und Frieden in dekolonialer Perspektive

Christina Pauls, M.A., Universit?t Augsburg

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11.6.2025, Augustanasaal

Frieden schaffen ohne Kompromisse? Zur Ehrenrettung einer Technik der Konfliktregelung mit schlechtem Ruf

Prof. Dr. Ulrich Willems, Universit?t M¨¹nster

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18.6.2025, Augustanasaal

Friedensschutz durch Strafrecht? Eine juristische Perspektive

Prof. Dr. Johannes Kaspar, Universit?t Augsburg

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25.6.2025, Kresslesm¨¹hle

Erinnerung, Politik und Macht nach dem V?lkermord in Ruanda

Prof. Dr. Timothy Williams, Universit?t der Bundeswehr M¨¹nchen

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2.7.2025, Augustanasaal

Vorstellung des ?Friedensgutachtens 2025¡°

Dr. Claudia Baumgart-Ochse, Leibniz-Institut f¨¹r Friedens- und Konfliktforschung (PRIF), Frankfurt a.M.

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9.7.2025, Augustanasaal

Hat der ?gerechte Frieden¡° ausgedient? Aktuelle Kontroversen protestantischer Friedensethik

Prof. Dr. Bernd Oberdorfer, Universit?t Augsburg

Vom 29. bis 31. Januar 2025 haben rund 20 Personen ¨C Studierende, Dozierende und zivilgesellschaftlich Aktive ¨C Methoden intersektionaler Bildungsarbeit praktisch erprobt und die Potentiale und Grenzen deren Anwendbarkeit mit diversen Zielgruppen und in verschiedenen Kontexten reflektiert.

Ziel des dreit?gigen englischsprachigen Workshops, der in Augsburg im Evangelischen Forum Annahof standgefunden hat, war es, die Teilnehmer*innen dazu zu bef?higen, als Trainer*innen und Vermittler*innen inklusivere und gleichberechtigte (Lern-)R?ume selbst zu gestalten. Daf¨¹r hat die sehr erfahrene Trainerin Dr. Gal Harmat (Senior Fellow bei?Swisspeace) ¨C die auch Autorin des Buches ?Intersectional Pedagogy: Creative Education Practices for Gender and Peace Work¡° ist ¨C den Fokus gemeinsam mit der Gruppe auf Intersektionalit?t als praxis-anleitende Perspektive und Schl¨¹sselkompetenz gelegt. Mit Simulationsspielen, interaktiven ?bungen und Impulsen zu Intersektionalit?t und deren Ausdrucksformen, zum Beispiel mit Blick auf die eigene Person oder den ?ffentlichen und medialen Raum, wurde ein erfahrungsbasiertes Lernen erm?glicht. Zudem war Raum f¨¹r die Reflexion ¨¹ber Anwendungsm?glichkeiten konkreter intersektional-p?dagogischer Methoden in verschiedenen Lehr-Lern-Settings.

Der Workshop wurde organisiert von Dr. Michaela Z?hrer mit Unterst¨¹tzung von Christina Pauls, beide Mitarbeiterinnen des Lehrstuhls f¨¹r Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universit?t Augsburg. Zudem hat Isabella Bugdoll als studentische Hilfskraft wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen.

Realisiert werden konnte der Workshop aufgrund der finanziellen Unterst¨¹tzung der Graduiertenschule f¨¹r Geistes- und Sozialwissenschaften (GGS) der Universit?t Augsburg sowie des BMBF-Forschungsverbunds ?Bayerisches Zentrum f¨¹r Friedens- und Konfliktforschung: Deutungsk?mpfe im ?bergang¡°. Wir sagen danke!

Die weitgereiste und welterfahrende Publizistin Charlotte Wiedemann sucht in ihrem j¨¹ngsten Buch ?Den Schmerz der Anderen begreifen: Holocaust und Weltged?chtnis¡° nach Wegen, Erinnerungskultur im Geist globaler Gerechtigkeit neu zu denken. Dazu bringt sie zwei pers?nliche Anliegen in einen Dialog: Sensibilit?t und Verantwortung f¨¹r die Shoah bewahren und eurozentrisches Geschichtsdenken ¨¹berwinden. In der Veranstaltung liest Charlotte Wiedemann aus ihrem Buch und er?ffnet einen Gespr?chsraum ¨¹ber Empathie, Erinnerung und Verantwortung.

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Wann? Am Mittwoch, den 05.02.2025 ab 19:30 Uhr

Wo? Reichlesaal im Zeughaus, Zeugplatz 4 (Augsburg)

Eintritt frei, Spenden erbeten.

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Link zu?https://www.vvn-augsburg.de/2_archiv/archiv_2025/Schmerz%20der%20Anderen.pdf

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