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Forschung

Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung

Der Forschungsverbund ?Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung“ (BZeFK) ist ein vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gef?rdertes Regionalcluster der Friedens- und Konfliktforschung. Mit seiner Vernetzungsarbeit in der Deutungsk?mpfe-Forschung und einem Fokus auf den Transfer der Expertise im Feld der Konfliktbearbeitung und Friedensforschung zielt das Zentrum auf die weitere St?rkung und strukturelle Verankerung der Friedens- und Konfliktforschung in Bayern. Anknüpfend an die langj?hrigen Arbeiten des Augsburger Lehrstuhls für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung und die erste BZeFK-F?rderphase (2022-2026) steht eine praxisorientierte, inter- und transdisziplin?re Forschung zu sozialen Konflikten und den Bedingungen des Friedens im Mittelpunkt des Zentrums. An dem nun bis M?rz 2028 verl?ngerten Forschungsverbund zum Thema??Deutungsk?mpfe im ?bergang“?sind Wissenschaftler*innen der Universit?ten?Augsburg,?Bayreuth?sowie des?Instituts für Zeitgeschichte?München-Berlin beteiligt. In Augsburg stehen Deutungsk?mpfe um Verantwortung in den Diskursen um sexualisierte Gewalt im Mittelpunkt des Forschungsinteresses sowie die Fortführung des Transferzentrums Frieden Augsburg (TFA).

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Gef?rdert durch:

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Die jüngsten Augsburger BZeFK-Aktivit?ten:

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Bei der Jahreskonferenz der???(AFK) in Leipzig pr?sentierte TFA-Gesch?ftsführerin Christina Pauls das Transferkonzept des??beim Roundtable ?Multidirektionaler Wissenstransfer als Beitrag zur Transdisziplinarit?t der Friedens- und Konfliktforschung“

Das Fishbowl-Panel wurden vom???angeboten und von dessen Koordinator?Christoph Weller?moderiert. Einleitend betonte er die Praxisorientierung der Friedens- und Konfliktforschung und verwies auf einige weit verbreitete Transferbeobachtungen:?Obwohl in Forschungs- und F?rderprogrammen Transfer mehr denn je gefordert sei, werde er vom Wissenschaftssystem kaum belohnt. Wenn aber die??für die Friedens- und Konfliktforschung ausgeleuchtet würden, sei Transfer ein wesentliches Element, denn alle drei Kennzeichen von Transdisziplinarit?t seien auf gelingenden Transfer angewiesen:?

(1) Für die Orientierung der Forschung an der Problembearbeitung müssen Wissenschaftler*innen verstehen, welche Praxisprobleme eigentlich bearbeitet werden sollen, weshalb Transfer in transdisziplin?rer Forschung keine Erg?nzung der wissenschaftlichen Publikation von Forschungsergebnissen ganz am Ende des Forschungsprozesses sei, sondern an dessen Anfang stehe, wobei die Wissenschaftler*innen dabei die Rezipient*innen des Transfers zwischen Praxis und Wissenschaft seien.?

(2) Auch die Methodologie transdisziplin?rer Forschung, in der nicht-wissenschaftliches Wissen in eine produktive Verbindung mit wissenschaftlichem Wissen gebracht werden soll, basiere auf gelingendem Transfer, innerhalb dessen das jeweils andere Wissen verstanden werden muss, um seine Relevanz zur erfolgreichen Problembearbeitung angemessen beurteilen zu k?nnen.?

(3) Und die Umsetzung kollektiver Erkenntnisprozesse von Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen innerhalb des transdisziplin?ren Forschungsprozesses - als drittes Kennzeichen von Transdisziplinarit?t - erfordere einen kontinuierlich gelingenden Wissenstransfer. Wenn jedoch diesen drei Anforderungen transdisziplin?rer Forschung durch erfolgreichen Transfer einigerma?en entsprochen werden k?nne, würde das, was üblicherweise mit ?Transfer“ bezeichnet wird, v?llig überflüssig. Denn die relevanten Praktiker*innen sind ja von Anfang an in die gemeinsame Forschung integriert und müssen nicht am Ende mit erg?nzenden ?Transfer“-Anstrengungen und originellen Formaten der Wissenschaftskommunikation erst noch erreicht werden.?

Dieser Einführung in das Fishbowl-Panel folgten drei Diskussionsimpulse von transfererfahrenen Kolleg*innen, in denen u.a. darauf fokussiert wurde, wodurch sich der Transfer in der Friedens- und Konfliktforschung bzw. -praxis vom Transfer in anderen Forschungs- bzw. Praxisfeldern unterscheidet; zudem konnten Erfahrungen aus drei unterschiedlichen institutionellen Kontexten pr?sentiert werden:?

Christina Pauls?(Universit?t Augsburg) berichtete als Gesch?ftsführerin des ?Transferzentrum Frieden Augsburg“ von den Bedarfsanalysen gemeinsam mit Praktiker*innen, die am Beginn der jeweiligen Aktivit?ten des Transferzentrums stünden, dessen Aufgabe darin bestehe, in unterschiedlichen Formaten und Kooperationsformen zum Transfer der Expertise der Friedens- und Konfliktforschung in die Praxisfelder der Friedensstadt Augsburg beizutragen. Dies h?nge auch damit zusammen, dass das Transferzentrum Frieden Augsburg aufgrund der gemeinsamen Tr?gerschaft von Stadt und Universit?t bereits eine transdisziplin?re Einrichtung sei.?

Ginger Schmitz, Gesch?ftsführerin der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, betonte, dass bereits von ihrem Selbstverst?ndnis als ?Plattform“ her der Transfer in diesem Netzwerk angelegt sei, aber aktuell wachsende Bedeutung bekomme, weil das Feld der Friedensarbeit politisch erheblich unter Druck sei, dem bei gelingendem Transfer erfolgreicher begegnet werden k?nne. Dabei sieht sie ein Transfer-Viereck am Werk von Wissenschaft, Praxis, Politik und ?ffentlichkeit, wodurch Transfer in erheblichem Ma?e eine Form von Diskursarbeit darstelle. Zugleich dürfe nicht übersehen werden, dass Transfer in erheblichem Ma?e an einzelnen Personen h?nge und nur schwer institutionell gesichert werden k?nne.?

Christof Starke?(Friedenskreis Halle & Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung) differenzierte vor seinem Erfahrungshintergrund fünf verschiedene Transferfelder: einerseits eine Theoriebildung, in die Praktiker*innen direkt einbezogen werden, und andererseits eine aus der Praxis heraus entwickelte Forschung, für die aber zumeist die Ressourcen fehlten. Auch Lehrauftr?ge von Praktiker*innen an Hochschulen sind aus seiner Sicht eine wertvolle Form des Transfers, ebenso die Mitwirkung von Wissenschaftler*innen an Austausch- und Begegnungsr?umen, die praxisnah geschaffen werden. Und wofür sowohl von Praktiker*innen als auch von Wissenschaftler*innen seiner Meinung nach mehr getan werden müsse, sei der Transfer Richtung Politik, ?ffentlichkeit und Gesellschaft.?

Mit diesen vier einleitenden Impulsen waren für die sich anschlie?ende Fishbowl-Diskussion zahlreiche Anregungen und vielf?ltige Erfahrungen geliefert, um mit allen Anwesenden über die Spezifika und die Zukunft des Transfers in der Friedens- und Konfliktforschung bzw. -praxis ausführlich zu diskutieren. Und fortgesetzt wurde der Austausch dann gleich am Nachmittag bei Treffen des Arbeitskreises ?Wissenschaft und Praxis“ inklusive Transfer, indem über geeignete Formate gesprochen wurde, mit denen sich Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen gleicherma?en erreichen und miteinander vernetzen lassen.

, Gesch?ftsführerin des??(TFA) und wissenschaftlich in Forschung, Lehre und Transfer an der Schnittstelle von Friedensforschung und Friedensbildung engagiert, hat am 10.3.2026 ihr Promotionsverfahren an der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakult?t der Universit?t Augsburg sehr erfolgreich abgeschlossen. Im Zentrum ihrer Dissertation steht die Frage, inwiefern dekolonialer Erinnerungsaktivismus als eine Form von Friedensarbeit verstanden werden kann und welche Impulse sich daraus für Friedensforschung und Friedensbildung ergeben.

Ausgehend von der Beobachtung, dass dekoloniale Perspektiven in der Friedens- und Konfliktforschung zwar zunehmend an Bedeutung gewinnen, konkrete erinnerungsaktivistische Praxen jedoch bislang nur selten systematisch als Friedenswissen ernst genommen werden, untersucht die Arbeit Erinnerungsaktivismus als konflikthaftes, situiertes und verk?rpertes Wissen. Die Dissertation versteht dekolonialen Erinnerungsaktivismus nicht prim?r als Untersuchungsgegenstand, sondern als epistemische und politische Intervention, die hegemoniale Selbstverst?ndlichkeiten von Frieden irritiert. Im Fokus stehen dabei insbesondere jene Formen des Aktivismus, die koloniale Gewaltverh?ltnisse, verdr?ngte Geschichte und fortwirkende Machtasymmetrien im ?ffentlichen Raum sichtbar machen und damit dominante Friedensnarrative herausfordern. Die Arbeit zeigt, dass solche Praxen wertvolle Beitr?ge zur Erweiterung von Friedenswissen leisten, indem sie Fragen von Verantwortung, Verstrickung, historischer Gewalt und gesellschaftlicher Transformation neu in den Blick rücken.

Anhand empirischer Fallanalysen arbeitet die Dissertation heraus, wie dekolonialer Erinnerungsaktivismus friedensrelevantes Wissen hervorbringt, hegemoniale Wissensordnungen irritiert und Lern- und Aushandlungsprozesse über Gewalt, Gerechtigkeit und Verantwortung anst??t. Damit leistet die Arbeit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur dekolonialen Weiterentwicklung der Friedens- und Konfliktforschung, sondern er?ffnet auch neue Perspektiven für eine Friedensbildung, die koloniale Kontinuit?ten, Ambivalenzen und gesellschaftliche Machtverh?ltnisse st?rker berücksichtigt.

Das???(ZIF) hat ein "??" erstellt, in dem auch das??(TFA) beschrieben wird. Das Kompendium bündelt innovative Peacebuilding-Praktiken und lokale Beispiele, die Argumente für Friedensf?rderung liefern und eine Grundlage für faktenbasierte Advocacy schaffen.

Compendium of Good Practice and Innovative Peacebuilding Approaches at the Local Level

The Pact for the Future adopted by UN Member States in September 2024 emphasises the need for bolstering peacebuilding and prevention. A frequent recommendation is to adopt?“localised” approaches, i.e. to work more closely with actors, organisations and constituencies at the local level to anchor peacebuilding in local communities, build resilience and increase the chances of sustainable impact.

The Center for International Peace Operations (ZIF) has engaged the Berlin based Peacebuilding Community of Practice (CoP)?for the compilation of?good practices and concrete examples?of local-level programmes and initiatives that contribute to strengthening or developing peace infrastructures and promote local engagement for sustainable peacebuilding.

With a broad range of activities and contributions ranging from Armenia to Germany to Thailand and Zimbabwe, the compendium crafts convincing narratives and forms a resource base for?evidence-based advocacy. The various approaches to engage communities, including through the use of existing social spaces, technology and performance art, illustrate a wide range of possibilities that aim at giving people agency over building lasting peace – in their communities and beyond.?We hope that the projects and activities in the compendium will serve as inspiration and encouragement for their peacebuilding engagements as well.

Der interuniversit?re Forschungsverbund??(BZeFK) der??und???sowie des???München-Berlin mit dem??(TFA) wird vom BMFTR für weitere zwei Jahre gro?zügig gef?rdert.

Das ?Bayerische Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung: Deutungsk?mpfe im ?bergang“ (BZeFK) ist ein vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) seit 2022 gef?rdertes Regionalcluster der Friedens- und Konfliktforschung. Aufgrund seiner sehr erfolgreichen Forschungs-, Vernetzungs- und Transferarbeiten, u.a. mit dem??Transferzentrum Frieden Augsburg“, wurde dem BZeFK nun die Weiterfinanzierung bis 2028 bewilligt. Das Zentrum zielt auf die St?rkung der Friedens- und Konfliktforschung in Bayern, ihre weitere strukturelle Verankerung und den Transfer der Expertise der Friedens- und Konfliktforschung.

Zu den wichtigsten BZeFK-Aktivit?ten der Universit?t Augsburg geh?ren:

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- Das??

- Publikationen zu??und?

- Workshop?

- Einrichtung des???(TFA)

Wie kann der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft besser gelingen? Dieser Frage gingen rund 30 Expert:innen aus Politik, Praxis und Wissenschaft beim??des??am 13./14. Oktober in Augsburg nach.

Transfer ist kein linearer Prozess, der bei wissenschaftlichen Erkenntnissen beginnt und dann unidirektionale Wissensverteilung über die Grenzen des Wissenschaftssystems hinaus betreibt, sondern ein wechselseitiger Austausch mit vielen Facetten. Dies war der Grundtenor des Abschluss-Workshops des vom BMFTR gef?rderten ?Bayerischen Zentrums für Friedens- und Konfliktforschung: Deutungsk?mpfe im ?bergang“ (BZeFK), in dessen Mittelpunkt die vielf?ltigen Erfahrungen, aber auch Herausforderungen und Zukunftsperspektiven des Transfers im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung standen. Rund 30 Praktiker:innen, Wissenschaftler:innen und Politiker:innen diskutierten über die Zusammenarbeit von Transferbeteiligten, über geeignete Formate und Institutionen, um wissenschaftliche Expertise für die Gesellschaft relevant und verfügbar zu machen. Konkrete Impulse dafür lieferte unter anderem eine Keynote von Prof. Dr. Sebastian Büttner (Transfer Unit Wissenschaftskommunikation der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften), in der er den Transferbegriff aus der Perspektive der Wissenschaftsforschung beleuchtete.

Bereits im ersten Panel des Workshops wurde deutlich, dass Transfer keine Einbahnstra?e ist. Dort formulierten Vertreter:innen aus Politik und zivilgesellschaftlicher Praxis zentrale Erwartungen an die Wissenschaft und den Transfer. Eine Teilnehmerin aus der Praxis brachte es in Richtung der anwesenden Wissenschaftler:innen so auf den Punkt: ?Ohne uns w?rt ihr aufgeschmissen.” Denn aus der Praxisperspektive setzt erfolgreicher Transfer voraus, dass die Wissenschaft wei?, welche Bedarfe vor Ort bestehen, wie Wissen aufbereitet werden muss und welche Formen des Austauschs wirklich produktiv sind.

Wie vielf?ltig Transfer dabei sein kann, zeigten die Beispielprojekte aus dem Forschungsverbund BZeFK selbst: Vorgestellt wurden künstlerische Interventionen zur Erinnerungskultur sowie eine gemeinsam mit Studierenden konzipierte Ausstellung. Gerade dort, wo experimentiert wurde, entstanden produktive Spannungen und neue Formen der Kooperation und des Transfers. Daran anschlie?end verdeutlichte der Roundtable zu Deutungsk?mpfen, dass Transfer immer auch mit Auseinandersetzungen um Bedeutung und gesellschaftliche Relevanz des Wissens einhergeht – und somit selbst Teil jener Konflikte ist, die in der Friedens- und Konfliktforschung untersucht werden.

Auch die institutionelle Ebene spielt für den Transfer eine zentrale Rolle: Vertreter:innen der Friedensakademie Rheinland-Pfalz, der Bayerischen Wissenschaftsallianz für Friedens-, Konflikt- und Sicherheitsforschung, des Transferzentrums Frieden Augsburg sowie der Forschungsverbünde TraCe und BZeFK berichteten, welche Transferstrukturen etabliert werden konnten, um mit spezifischem Wissen bestimmte Praxisfelder zu erreichen.

Die Auseinandersetzung mit Transfer blieb jedoch nicht bei Praxisbeispielen stehen. Begrenzte Ressourcen, unterschiedliche Logiken von Wissenschaft und Praxis sowie der Wunsch nach messbarer Wirkung stellen zentrale Herausforderungen dar. Gerade dort, wo unterschiedliche Perspektiven aufeinandertrafen, entstanden dabei die lebendigsten Diskussionen – jenseits der oft gezogenen Grenze zwischen Wissenschaft und Praxis: Ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Frieden und Konflikten ohne Transfer überhaupt denkbar? Welche normativen Positionierungen sind mit Transfer verbunden? Und wie stark sind die jeweiligen Perspektiven disziplin?r gepr?gt?

Der Workshop endete bewusst offen mit einem Panel zu Fragestellungen, Themen und Ideen für zukünftige Kooperationen und zu weiteren Formaten des Austauschs. So gingen die Teilnehmer:innen mit neuen Fragen, aber auch neuen Erkenntnissen und der Aussicht auf mehr Transfer auseinander. Für die n?chsten Koordinations-Schritte steht der Arbeitskreis?????zur Verfügung.

Der Wissenstransfer von Forschungsergebnissen in die Gesellschaft steht im Mittelpunkt, wenn das???seinen Abschluss-Workshop veranstaltet. Er wendet sich neben den Transfer-Institutionen und Formaten auch den Adressat*innen des Transfers zu.

Der seit 2022 vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (jetzt: BMFTR) gef?rderte Forschungsverbund ?Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung: Deutungsk?mpfe im ?bergang“ (BZeFK) veranstaltet am 13./14. Oktober 2025 seinen Abschluss-Workshop in Augsburg zum Thema ?Transfer“. Wir haben interessante Forschungsergebnisse zu Deutungsk?mpfen erarbeitet, aber damit Gesellschaft und Politik von den Ergebnissen der Friedens- und Konfliktforschung profitieren k?nnen, muss der Transfer aus der Wissenschaft in die Praxis gelingen. Deshalb stehen Fragen, Erfahrungen und Perspektiven des (Wissens-)Transfers im Mittelpunkt unseres Abschluss-Workshops. Er greift damit auch die entsprechend des Bayerischen Hochschulinnovationsgesetzes dritte Kernaufgabe der bayerischen Hochschulen, den Wissenstransfer von Forschungsergebnissen in die Gesellschaft, auf, bündelt die vorliegenden Erfahrungen und entwickelt Perspektiven für die Zukunft des Transfers. Teilnehmen werden ca. 40 Wissenschaftler*innen und Interessierte aus unterschiedlichen Feldern (Politik, Engagement, Wissenschaft, Bildung etc.) zur Reflexion ihrer Transfererfahrungen sowie zur Diskussion innovativer Formen und Formate des Wissenstransfers und seiner Zukunft in der Friedens- und Konfliktforschung.

Im Rahmen des Forschungsverbunds ?Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung: Deutungsk?mpfe im ?bergang“ (BZeFK) trafen sich in diesem Jahr 16 Nachwuchs-Wissenschaftler*innen zur Diskussion von elf Promotionsprojekten und zum Erfahrungsaustausch. Der dreit?gige Workshop fand in englischer Sprache in der Jugendherberge Augsburg statt, unter Beteiligung von Post-Docs des BZeFK-Forschungsverbunds. Gemeinsam wurden Promotionsprojekte zu einer Vielfalt an Themen der interdisziplin?ren Friedens- und Konfliktforschung diskutiert – neben Politikwissenschaft und Soziologie auch Projekte aus der Geschichtswissenschaft, Psychologie und Mathematik.

Der Workshop ist prim?r Forum für die Diskussion und Weiterentwicklung individueller Promotionsprojekte, bietet daneben aber auch Raum für die kollegiale Vernetzung und den Erfahrungsaustausch unter Friedens- und Konfliktforscher*innen in Bayern und darüber hinaus. Die Reihe der??Workshops für promovierende Friedens- und Konfliktforscher*innen in Bayern“?wurde finanziell unterstützt aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Wie in den letzten Jahren auch, wurde das Angebot von den Teilnehmer*innen sehr positiv bewertet, insbesondere das Feedback in einer wertsch?tzenden und konstruktiv-kritischen Diskussionsatmosph?re wurde als gro?e Bereicherung hervorgehoben. Details zur (didaktischen) Konzeption der Workshop-Reihe lassen sich in einem auf ?Lehrgut. Ein Blog für Lehrende der Friedens- und Konfliktforschung“ Beitrag nachlesen, verfasst von Michaela Z?hrer, die die Workshops organisierte (Link zum Beitrag).

?2025: Deutungsk?mpfe: Begriffe, Konzept, Bearbeitung, in: Zeitschrift für Friedens- und Konfliktforschung/ZeFKo Studies in Peace and Conflict 14: 1,??

Abstract: Der Beitrag wendet sich dem, für die Forschung am???zentralen Begriff der ?Deutungsk?mpfe“ zu. Er verdeutlicht einleitend die Relevanz von Deutungsk?mpfen für die Friedens- und Konfliktforschung. Anschlie?end gibt der Text Einblicke in verschiedene wissenschaftliche Studien und disziplin?re Zusammenh?nge, in denen der Begriff ?Deutungsk?mpfe“ Verwendung findet und dabei jeweils Unterschiedliches hervorheben soll. Daran anknüpfend wird eine differenzierte konflikttheoretische Konzeptualisierung des Begriffs pr?sentiert, mit deren Hilfe die spezifischen Kennzeichen der Konfliktkonstellation des Deutungskampfes herausgearbeitet und exemplarisch am Konflikt über ?ffentlich akzeptable Meinungs?u?erungen zur israelischen Kriegführung im Gazastreifen im Frühjahr 2024 veranschaulicht werden. Eine Friedensperspektive auf Deutungsk?mpfe und entsprechende Institutionen der Konfliktbearbeitung bildet den Schluss des Beitrags.

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Alle des Bayerischen Zentrums für Friedens- und Konfliktforschung in Augsburg

Forschungsbereiche des Lehrstuhls

Promotion

  • Maichle, Lisa
    "Lasst Waffen sprechen! Bedeutungszuschreibungen im Kontext von unbemannten bewaffneten Luftfahrzeugen (UCAVs)" ( )

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