Neuerscheinung: "Zerbrechliche Stabilit?t. Zeithistorische Blicke auf die bundesrepublikanische Demokratie", hg. v. Paul Nolte und Martina Steber
Um die Demokratie wird gegenw?rtig so intensiv gerungen wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Die Demokratie hat ihre Selbstverst?ndlichkeit verloren. Das ist umso bemerkenswerter, als die Geschichte der Bundesrepublik von einem emphatischen Bezug auf die Demokratie gepr?gt ist, der sich in ihr Selbstverst?ndnis eingebrannt hat. Seit 1949 wurde die Demokratie als Regierungsform wie als Lebensform verhandelt und in konkrete Praxis umgesetzt. Dabei traten die Defizite und Widersprüchlichkeiten des demokratischen Versprechens von Freiheit und Gleichheit, von Sicherheit und Ordnung ebenso zutage wie ihre emanzipatorischen Potenziale. Die bundesrepublikanische Demokratie erwies sich als so verletzlich wie stabil, so inklusiv wie exklusiv, so dynamisch wie starr. Der Sammelband erprobt neue Perspektiven auf die Demokratiegeschichte der Bundesrepublik jenseits von Erfolgs- oder Misserfolgserz?hlungen und legt die Komplexit?t des bundesrepublikanischen Demokratiemodells frei.
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