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Altertumswissenschaftliches Kolloquium SoSe 2026

Programm

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Dienstag, 21. April 2026, um 18.15 Uhr
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PODIUMSDISKUSSION ZUM NEUEN R?MISCHEN MUSEUM AUGSBURG

Unter der Moderation von Dr. Florian Knau? (München) diskutieren Dr. Nina Willburger (Konstanz ), Prof. Dr. Christoph Eger (Xanten), Jürgen Enninger (Augsburg), Dr. Sebastian Gairhos (Augsburg) und Danny Schmolke (Augsburg)
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Nicht erst seit dem Silberschatzfund der Stadtarch?ologie und den erfolgreichen R?mertrikots des FC Augsburg erf?hrt das Projekt ?Neues R?misches Museum Augsburg“ breiten Zuspruch in der Stadtgesellschaft. Mit der vorliegenden Machbarkeitsstudie ist nun zudem ein m?glicher Standort für das neue Museum bestimmt. Da in jüngerer Zeit auch vonseiten der Stadtpolitik und des Freistaats positive Signale zur Planung eines solchen Museums ausgesendet werden, ist nun ein günstiger Zeitpunkt gekommen, um gemeinsam mit Expertinnen und Experten über die strategische Ausrichtung, marketingrelevante Aspekte sowie die allgemeinen Perspektiven für die Stadt Augsburg zu diskutieren.

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Dienstag, 05. Mai 2026, um 18.15 Uhr
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CAESAR IN MENINX. EIN NEUFUND UND SEINE FOLGEN

Prof. Dr. Martin Kovacs (München)
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Im September 2024 kam auf der tunesischen Insel Djerba bei Grabungen des Münchner MeninxProjektes im Forumsbereich der antiken Stadt ein überlebensgro?es Marmorportr?t zutage, das angesichts der bislang von dort bekannten Skulpturen aus dem Rahmen f?llt. Nicht nur die Dimensionen, sondern auch die bemerkenswerte Qualit?t der Ausführung, die Verwendung von Carrara-Marmor sowie die frühkaiserzeitliche Datierung rücken das Stück in den Kontext der augusteischen Monumentalisierungsphase des Stadtzentrums von Meninx. Der Vortrag stellt die These auf, dass es sich hierbei um den Rest einer ansonsten verlorenen Statue des Gaius Iulius Caesar handelt, die dort in frühaugusteischer Zeit errichtet wurde. Da sich das Portr?t darüber hinaus auch als ikonographisch bemerkenswert erweist, erm?glicht es grunds?tzlich einen neuen, kritischen Blick auf die disparate Bildnisikonographie des r?mischen Diktators und deren Tradierung von der sp?trepublikanischen bis zum Ende der julisch-claudischen Zeit.

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Dienstag, 19. Mai 2026, um 18.15 Uhr

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EINE KULTURGESCHICHTE DER PILZE IN DER GRIECHISCH-R?MISCHEN ANTIKE. PERSPEKTIVEN F?R EIN NEUES FORSCHUNGSFELD

Prof. Dr. Gregor Weber (Augsburg)
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Pilze sind in den letzten Jahren verst?rkt in den Fokus der ?ffentlichen Aufmerksamkeit gerückt, und zwar im Kontext von Ern?hrung, medizinischer Forschung und vor allem von (Wald)?kologie, nicht zu vergessen die ?magic mushrooms‘. Viele Zusammenh?nge verstehen wir noch gar nicht oder nur anfanghaft, aber bestimmte Wirkweisen scheinen – man denke nur an den Birkenporling und den Zunderschwamm, den ??tzi‘ bei sich trug – schon lange bekannt gewesen zu sein. Dies führt zu der Frage, wie es um mykologisches Wissen sowie Anwendungskontexte in der Antike bestellt war, zumal nicht wirklich ein zufriedenstellender Forschungsstand dazu vorliegt. Auf den ersten Blick ergeben sich deutlich mehr Leerstellen als gesicherte Erkenntnisse, bei n?herer Betrachtung treten jedoch z.T. erstaunliche Einsichten zutage. Dieses Themenfeld m?chte ich neu zu erschlie?en versuchen – z.B. mit Blick auf Pilze als Nahrungsmittel, Heilmittel oder Gift – und aufzeigen, wo noch betr?chtliche Forschungspotentiale für eine Kulturgeschichte der Pilze liegen. Besondere Aufmerksamkeit soll den bisher kaum erschlossenen Bild-zeugnissen gelten.

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Dienstag, 02. Juni 2026, um 18.15 Uhr

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ENTANGLEMENT UND EMPIRE. GEDANKEN ZU EINER VERFLECHTUNGSGESCHICHTE AFRO-EURASIENS IN VORHELLENISTISCHER ZEIT
Prof. Dr. Robert Rollinger (Innsbruck)
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Der Vortrag setzt sich kritisch mit der weit verbreiteten These auseinander, dass eine Verflechtungsgeschichte Afro-Eurasiens erst in hellenistischer Zeit einsetzte. Er versucht aufzuzeigen, dass es vielmehr bedeutende Vorstufen einer als Protoglobalisierung zu bezeichnenden Entwicklung gibt, die vor allem mit der dauerhaften Etablierung des Ph?nomens ?empire“ am Beginn des 1. Jahrtausend v. Chr. einhergeht. Ein spezieller Blick wird dabei auf transregionale Austauschprozesse in imperialen Kontexten gelegt, die uns inzwischen durch eine Vielzahl unterschiedlichster Quellenzeugnisse belegt sind.

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Dienstag, 16. Juni 2026, um 18.15 Uhr,
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DAS GYMNASIUM VON AGRIGENT: NEUE FUNDE UND FORSCHUNGEN

Prof. Dr. Monika Trümper (Berlin)

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Die griechischen Gymnasien stellten im ?stlichen Mittelmeerraum den zentralen Ort für die sportliche und intellektuelle Ausbildung der Jugend dar. Von den wenigen bekannten Beispielen im westlichen Mittelmeerraum ist das Gymnasium in Agrigent das wichtigste und gr??te. Nachdem es zwischen 1960 und 2005 nur partiell freigelegt worden war, gr?bt dort seit 2020 ein Team der Freien Universit?t Berlin. Ziel des Vortrags ist es, die Ergebnisse von sechs Feldforschungskampagnen vorzustellen, darunter zwei 2025 entdeckte sensationelle Funde: ein H?rsaal und eine gro?e Bauinschrift, die dokumentiert, dass das Dach eines Apodyteriums erneuert wurde. Die Befunde erlauben, ein breites Spektrum an athletischen Aktivit?ten, darunter auch das sonst kaum belegte Schwimmen, sowie intellektuellen Aktivit?ten und Vorführungen zu rekonstruieren.

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Dienstag, 23. Juni 2026, um 18.15 Uhr
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MEN (AND WOMEN) AT WORK: LIVES OF ROMAN BUILDERS

Dr. Janet DeLaine (Oxford)

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This paper examines the human side of the Roman building industry in an attempt to understand more about the lives of those individuals whose myriad actions resulted in the built environment of the Roman world. It concentrates mainly on those engaged directly in manual labour or in organising it, both during the construction process on site or in the production and transport of building materials, focusing primarily on Rome and Ostia but also making use of material from elsewhere in the empire, especially the granite quarries at Mons Claudianus in eastern Egypt. It examines the legal and social status of those involved, their origins, their involvement in the collegium of the fabri tignuarii, their relations outside of work, the possibility of social mobility, the conditions of labour, and the question of hazards and risks both physical and in terms of liability when things go wrong.

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Dienstag, 14. Juli 2026, um 18.15 Uhr
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ST?DTISCHE WASSERVERSORGUNG UND R?MISCHE VERWALTUNG IM KAISERZEITLICHEN KLEINASIEN

Prof. Dr. Christof Schuler (München)

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Ein vor wenigen Jahren publiziertes Edikt aus Laodikeia am Lykos, das in die Zeit Trajans datiert und detaillierte Regelungen zur Verwaltung des st?dtischen Aqu?duktes enth?lt, ist das wichtigste neue Dokument zu kaiserzeitlichem Wassermanagement, das seit Langem bekannt geworden ist.
Der Vortrag diskutiert das Edikt im Vergleich mit anderen einschl?gigen Inschriften und mit Frontins ?Handbuch“ der Wasserversorgung der Stadt Rom. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwieweit das stadtr?mische Vorbild administrative Praktiken in den St?dten des griechischen Ostens beeinflusst hat.

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Die Podiumsdiskussion und die Vortr?ge finden jeweils ab 18:15 Uhr in HS III im H?rsaalzentrum (Geb?ude C) an der Universit?t Augsburg statt.
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