Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung für weitere zwei Jahre gef?rdert
Interdisziplin?rer Verbund analysiert globale Krisen von der Ukraine bis zum Klimawandel – Bund stellt knapp eine Million Euro bereit
Die Universit?t Augsburg startet gemeinsam mit der Universit?t Bayreuth und dem Institut für Zeitgeschichte die zweite F?rderphase des Bayerischen Zentrums für Friedens- und Konfliktforschung (BZeFK). Seit dem 1. April 2026 wird die erfolgreiche Arbeit des Verbunds zu ?Deutungsk?mpfen im ?bergang“ fortgeführt. Die Universit?t Augsburg bringt dabei insbesondere ihre ausgewiesene Expertise in Friedens- und Konfliktforschung ein, etwa über das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA). ? Der 2022 eingerichtete Verbund wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit 925.000 Euro für zwei weitere Jahre (2026–2028) gef?rdert. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen analysieren, wie Gesellschaften in Zeiten des Wandels um Deutungen der Vergangenheit und Gegenwart ringen, um die Zukunft zu gestalten. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der weiteren Vertiefung regionaler Zusammenarbeit in der Friedens- und Konfliktforschung sowie auf inter- und transdisziplin?rer Forschung. Das Projekt verknüpft Ans?tze aus der Soziologie, der Geschichtswissenschaft, den Internationalen Beziehungen und der Politikwissenschaft. Der Augsburger Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung bringt sich insbesondere in das Arbeitspaket ein, das Deutungsk?mpfe um ?Verantwortung“ und ?Gerechtigkeit“ untersucht. Die Forschenden arbeiten heraus, wie Verantwortung für sexualisierte Gewalt in verschiedenen Kontexten politisch, rechtlich und moralisch definiert wird, wer an diesen Deutungen und der mit ihnen begründeten Gerechtigkeit bzw. Gewalt beteiligt ist und wie Deutungen durchgesetzt werden. ?
E-Mail:
weller@phil.uni-augsburgphil.uni-augsburg.de ()
E-Mail:
michael.hallermayer@presse.uni-augsburgpresse.uni-augsburg.de ()
Die Dynamiken solcher Auseinandersetzungen und eine friedensorientierte Konfliktbearbeitung werden in Fallstudien mit aktueller Relevanz untersucht, etwa in Deutungsk?mpfen um die Positionierung der Ukraine, den Klimawandel, die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt und die Verantwortung von Rüstungskonzernen für Gewalt.Deutungsk?mpfe erforschen
?Die Universit?t Augsburg hat w?hrend der ersten F?rderphase des Verbunds etablierte Instrumente für den Transfer der Friedens- und Konfliktexpertise in verschiedene relevante Praxisfelder entwickelt“, zieht der Augsburger Friedens- und Konfliktforscher Prof. Dr. Christoph Weller Bilanz. Mit dem Transferzentrum Frieden Augsburg, der Peace Summer School, vielf?ltigen ?ffentlichen Formaten und konzeptionellen Arbeiten zu Transfer und Transdisziplinarit?t trage sie dazu bei, Orientierungswissen für aktuelle friedenspolitische Debatten und Handlungsexpertise für die Konfliktbearbeitungspraxis bereitzustellen.
Weitere Informationen finden sich auf der BZeFK-Homepage:
/de/fakultaet/philsoz/fakultat/powi-friedens-und-konfliktforschung/forschung-projekte/
Wissenschaftlicher Kontakt
Medienkontakt