BMFTR-F?rderung für Krebsforschung mit Augsburger Beteiligung
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) f?rdert mit ?BALANCE-ET – Endokrine Therapie im Gleichgewicht: Individualisierte Verbesserung der Lebensqualit?t von Brustkrebsüberlebenden“ im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Krebs ein Konsortium, an dem auch die Universit?t Augsburg beteiligt ist. Eine von acht Frauen erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs, die meisten an Hormonrezeptor-positivem (HR+) Brustkrebs. Die Mehrzahl der Betroffenen überlebt ihre Erkrankung. Fast alle Patientinnen erhalten eine endokrine Therapie (ET). Sie ist besser vertr?glich als Chemotherapie, greift aber in den Hormonhaushalt ein und l?st oft Wechseljahresbeschwerden sowie Fatigue oder neuropsychologische Symptome aus. Diese schr?nken die Lebensqualit?t ein. Hinzu kommen psychische Belastungen durch die Sorge vor einem Wiederauftreten der Erkrankung. Zum Weltkrebstag am 4. Februar wurde das Projekt vom parlamentarischen Staatssekret?r Matthias Hauer pers?nlich in Essen an das Konsortium übergeben. ?
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Aktuell gibt es in Deutschland etwa eine Million Langzeitüberlebende, die in den vergangenen 20 Jahren ET-Medikamente erhalten haben, mit den Langzeitfolgen der Erkrankung und Therapie. Mehr als 20.000 von ihnen erleiden jedes Jahr einen Rückfall. Deshalb sind neue Strategien n?tig, um Rückf?lle pr?ziser vorherzusagen und Therapiekonzepte besser auf individuelle Patientinnenbedürfnisse anzupassen. So sollen Langzeit-Nebenwirkungen der ET-Medikamente frühzeitig diagnostiziert und Therapien auf die individuellen Risiken der Betroffenen zugeschnitten werden.
Genau diesen Aufgaben hat sich das Projekt ?BALANCE-ET – Endokrine Therapie im Gleichgewicht: Individualisierte Verbesserung der Lebensqualit?t von Brustkrebsüberlebenden“ verschrieben. Die Projektkoordination von ?BALANCE-ET“ liegt beim Uniklinikum Essen, wo Prof. Kathrin Thedieck das Konsortium federführend leitet. Als Projektpartner sind die Standorte Augsburg (Prof. Andreas Raue, Lehrstuhl für Modellierung und Simulation biologischer Prozesse), Heidelberg (Prof. Christiane Opitz, Dr. Cindy K?rner, Deutsches Krebsforschungszentrum), Berlin (Dr. Saskia Trump, Berlin Institute of Health in der Charité), Dresden (Prof. Jan Dominik Kuhlmann) und sowie die medizinische Universit?t Innsbruck (MUI, Prof. Daniel Egle, Dr. Heidelinde Fiegl) als assoziierte Partnerin beteiligt.Projektübergabe zum Weltkrebstag am 4. Februar
Das Teilprojekt der Universit?t Augsburg bringt moderne Datenanalyse und Künstliche Intelligenz in den BALANCE-ET-Verbund ein. Die Forschenden verknüpfen medizinische Messdaten, Laborergebnisse und Angaben zur Lebensqualit?t, um besser zu verstehen, warum manche Patientinnen langfristig st?rker unter Nebenwirkungen leiden oder ein h?heres Rückfallrisiko haben. Mit diesen Rechenmodellen lassen sich Muster erkennen, die ?rztinnen und ?rzten helfen sollen, Therapien künftig individueller und schonender zu gestalten. So tr?gt das Teilprojekt dazu bei, die Behandlung von Brustkrebs st?rker an den pers?nlichen Bedürfnissen der Betroffenen auszurichten. ?Unser Ziel in Augsburg ist es, komplexe medizinische Daten so zusammenzuführen und auszuwerten, dass daraus ein echter Mehrwert für die Patientinnen entsteht. Mit modernen Methoden der Datenanalyse und Künstlichen Intelligenz wollen wir besser verstehen, warum Nebenwirkungen und Rückfallrisiken individuell so unterschiedlich sind – und damit die Grundlage für passgenauere Therapien schaffen“, sagt Prof. Dr. Andreas Raue.
Gesamtf?rdersumme für das Konsortium betr?gt 1,8 Millionen Euro, auf das Teilprojekt der Universit?t Augsburg entfallen 234.129 Euro.
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